Wir können mit gutem Gewissen feststellen, dass Bitcoin nicht seine beste Woche erlebte. Der Bitcoin-Kurs stürzte unter die 100.000 Dollar und die Angst ist momentan gigantisch. Anleger fürchten massenhaft das Ende des Bullenmarktes, aber ist das berechtigt? Und welche Wirtschaftsdaten können Bitcoin kommende Woche noch retten?
Warum fiel der Bitcoin-Kurs so extrem?
Bitcoin ist ein Asset, das extrem empfindlich auf die Entwicklung der globalen Liquidität reagiert. Das klingt nach teuren Worten, aber im Grunde geht es dabei um die Menge an Kapital, die weltweit für Investitionen verfügbar ist.
I know no one wants to hear bullish ideas and everyone is scared and wants to fling poo at each other... but the Road to Valhalla is getting very close. If global liquidity is the single most dominant macro factor then we MUST focus on that. REMEMBER - THE ONLY GAME IN TOWN IS Show more
Wenn die weltweite Kapitalmenge steigt, dann reagiert Bitcoin darauf im Allgemeinen sehr stark. Sehen wir jedoch einen Rückgang, dann passiert das Gegenteil. Genau das sahen wir in den vergangenen Wochen geschehen.
Das kam unter anderem durch die strenge Zinsentscheidung der amerikanischen Zentralbank. Infolgedessen rechnet der Markt plötzlich mit weniger Zinssenkungen, wodurch der US-Dollar einen Sprung nach oben machte.
Üblicherweise ist ein starker Dollar eine schlechte Nachricht für Risikoinvestitionen wie Bitcoin, und das hat der Markt deutlich zu spüren bekommen. Dennoch besteht die Chance, dass diese Entwicklung nur von kurzer Dauer ist. Die Trump-Regierung will einen schwächeren Dollar und wird wahrscheinlich alles daran setzen, das in den kommenden Monaten zu realisieren.
Für November 2026 stehen Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten auf dem Programm, und um diese zu gewinnen, braucht Donald Trump die Unterstützung der Wall Street. Die bekommt er selbstverständlich, wenn die Märkte stark performen, weshalb die amerikanische Regierung sich wahrscheinlich dafür einsetzen wird.
Wichtige Inflationszahlen in Sicht, oder doch nicht?
Für die kommende Woche stehen am Donnerstag und Freitag wichtige Inflationszahlen in den Vereinigten Staaten auf dem Programm. Durch die Regierungsschließung ist es jedoch unwahrscheinlich, dass diese tatsächlich veröffentlicht werden.
Das ist schade, denn diese Zahlen sind entscheidend für die Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank. Wenn sie niedriger ausfallen als erwartet, dann kann das im Prinzip zusätzlichen Spielraum für Zinssenkungen schaffen, beispielsweise während der kommenden Sitzung im Dezember.
Vorerst scheint die amerikanische Zentralbank also ohne Daten navigieren zu müssen, und das schafft eine schwierige Situation. Nicht nur für sie, aber auch für Bitcoin und den Rest des Finanzmarktes.







