Bitcoin fällt heute unter 77.000 US-Dollar wegen Sorgen um Zinsen und Ölpreise

2 Min. Lesedauer
18. Mai 2026, 07:57
Bitcoin fällt heute unter 77.000 US-Dollar wegen Sorgen um Zinsen und Ölpreise
Foto: Hi my name is Jacco/Shutterstock

Bitcoin ist heute unter die Marke von 77.000 US-Dollar gefallen. Der Kurs geriet durch steigende Ölpreise und höhere Zinsen in den Vereinigten Staaten unter Druck.

Anleger scheinen deshalb vorsichtiger gegenüber Kryptowährungen zu werden. Der Markt rechnet vorerst nicht mit einer schnellen Zinssenkung.

Zusammengefasst

  • Bitcoin fiel heute unter 77.000 US-Dollar.

  • Steigende Ölpreise und höhere US-Zinsen belasten den Kryptomarkt.

  • Neue Bitcoin-Käufer liegen im Durchschnitt im Minus, wodurch der Markt anfälliger für weitere Rückgänge bleibt.

Bitcoin fällt unter 77.000 US-Dollar

Bitcoin fiel heute auf unter 77.000 US-Dollar. Damit gibt der Kurs einen Teil der Gewinne aus der vergangenen Woche wieder ab.

Bitcoin fällt innerhalb von 7 Tagen unter 77.000 US-Dollar. Quelle: CoinGecko.
Bitcoin fällt innerhalb von 7 Tagen unter 77.000 US-Dollar. Quelle: CoinGecko.

Vergangene Woche war Bitcoin noch kurzzeitig in Richtung 82.000 US-Dollar gestiegen, nachdem ein bedeutendes US-Kryptogesetz einen weiteren Schritt vorangekommen war.

Heute stehen viele Kryptowährungen im Minus. Dennoch fallen nicht alle Coins: HYPE liegt aktuell rund 10 Prozent im Plus, angetrieben durch starken Handel mit neuen börsengehandelten Produkten rund um die Kryptowährung.

Zinsen und Ölpreise setzen Bitcoin unter Druck

Der Druck kommt vor allem aus den Vereinigten Staaten. Die US-Zinsen stiegen weiter an, während auch der Ölpreis zulegte.

Das macht Anleger vorsichtiger. Ein höherer Ölpreis kann die Inflation erneut anheizen, wodurch die Wahrscheinlichkeit schneller Zinssenkungen sinkt.

Auf der Prognoseplattform Polymarket rechnet der Markt daher vorerst nicht mit einer Zinssenkung im Juni oder Juli. Auch die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,13 Prozent – den höchsten Stand seit 2007.

Für Bitcoin ist das ungünstig. Bei hohen Zinsen entscheiden sich große Investoren schneller für Anlagen mit festen Zinserträgen statt für risikoreichere Investments wie Kryptowährungen.

Langfristige Anleger bleiben ruhig

Trotzdem ist das Bild nicht ausschließlich negativ. Laut Daten, auf die sich Binance Research beruft, wurden fast 60 Prozent aller Bitcoins seit mehr als einem Jahr nicht bewegt.

Das zeigt, dass viele langfristige Anleger ihre Bitcoins weiterhin halten. Die Schwäche liegt derzeit vor allem bei neuen Käufern.

Binance Research verweist auf einen Indikator, der zeigt, ob jüngste Bitcoin-Käufer im Durchschnitt Gewinn oder Verlust machen. Dieser liegt derzeit unter 1, was bedeutet, dass neue Käufer im Schnitt Verluste verzeichnen.

Dadurch könnte der Markt empfindlicher auf weitere Kursrückgänge reagieren. Anleger, die bereits im Minus sind, verkaufen häufig schneller, wenn der Kurs weiter fällt.

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