Gino Presti Gino Presti
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Bitcoin bekommt keine Hilfe von US-Notenbank, aber ist das schlimm?

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Die US-Wirtschaft und Bitcoin brechen ein – oder doch nicht?

Foto: Tpt/Shutterstock

Bitcoin hat seit dem Erreichen des Allzeithochs bei 123.300 Dollar einige Schwierigkeiten, sein positives Momentum zurückzugewinnen. Das scheint vorerst die Folge einer erhöhten Gewinnmitnahme unter Anlegern zu sein, nach einer Periode kräftiger Kurssteigerungen. Obwohl die US-Notenbank gestern logischerweise keine Hilfe bot, bleiben die zugrundeliegenden Umstände sehr positiv.

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Bitcoin bekommt keine Hilfe von US-Notenbank

Anleger hatten gestern nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank heimlich auf eine Pressekonferenz von Vorsitzendem Jerome Powell gerechnet, bei der er sich offener für Zinssenkungen zeigen würde.

Diese Hoffnung wurde jedoch schnell zunichte gemacht.

Laut Powell ist der Arbeitsmarkt noch immer solide, ist das Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich stark und bleibt Inflation noch immer die größte Gefahr. Weiter stellt er fest, dass die Auswirkungen von Trumps Zöllen auf die Inflation noch immer unklar sind.

Das sind allesamt logische Punkte, die eine Zinssenkung zu diesem Zeitpunkt jedenfalls undiskutierbar machten. Die Frage ist nur, inwieweit Bitcoin überhaupt die Unterstützung von Jerome Powell braucht und was seine Worte noch ausmachen.

Der Markt weiß schließlich auch, dass Trump bis Mai 2026 einen neuen Vorsitzenden der Notenbank ernennen darf. Dann kommt einfach jemand auf diesen Stuhl zu sitzen, der seine Politik verfolgen will, was bedeutet: mehr Zinssenkungen und wahrscheinlich auch die Rückkehr von Quantitative Easing (das Aufkaufen von Staatsanleihen um die Zinsen zu drücken).

Umstände bleiben bullish für Bitcoin

Die Chance besteht also, dass Bitcoin selbst an dieser Front die Unterstützung von Jerome Powell nicht braucht, weil bald trotzdem ein Vorsitzender kommt, der die von Trump gewünschte Politik zu verfolgen versuchen wird.

Weiter bleibt das makroökonomische Klima noch immer sehr günstig für Bitcoin:

  1. Die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten nimmt zu. Anleger bewegen sich immer weiter ins Risikospektrum hinein. Das sehen wir unter anderem an Altcoins, die plötzlich kräftig zu steigen beginnen.
  2. Die Vereinigten Staaten beginnen Handelsabkommen mit ihren wichtigsten Handelspartnern zu schließen. Japan und die Europäische Union sind inzwischen größtenteils abgehakt, und man erwartet, dass auch China nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
  3. Weiter wird der Markt auch langsam den positiven Impuls des Big Beautiful Bill spüren, der dem Wirtschaftswachstum einen Schub geben soll.
  4. Die Berichtssaison an der US-Börse enttäuscht nicht.
  5. Die Zahlen dieser Woche bestätigen das Bild einer starken US-Wirtschaft.

Kurz gesagt: es herrscht momentan ein Überfluss an Kapital im Finanzsystem, das Vertrauen ist groß, das Sentiment ist konstruktiv und die Bewegung zu mehr Risiko bleibt intakt. Das Einzige was noch fehlt ist eine US-Notenbank, die voll aufs Gaspedal tritt.

Die Frage ist jedoch, ob das nötig ist, um den Bitcoin-Kurs in den kommenden Monaten noch weiter nach oben zu treiben.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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