Foto: Arsenii Palivoda (Shutterstock)
Der Bitcoin (BTC) ist in der vergangenen Woche massiv unter Druck geraten. Nachdem die Marke von 70.000 US-Dollar gefallen war, rutschte der Kurs zeitweise bis auf rund 60.000 Dollar ab. Für viele Anleger stellt sich nun die entscheidende Frage: Ist das der Beginn eines neuen Bärenmarktes – oder nur eine Zwischenkorrektur vor der nächsten Rally?
Krypto-Analyst Oliver Michel ordnet die Lage klar ein. Rein technisch betrachtet sei die Situation eindeutig:
„Die Regel Higher High und Higher Low ist gebrochen. Ende, aus, Punkt.“
Damit befinde sich bitcoin nach seinem Regelwerk offiziell im Bärenmarkt.
Technischer Bruch nach Allzeithoch
Noch im Oktober markierte Bitcoin ein neues Allzeithoch bei rund 126.000 Dollar. Seitdem ging es deutlich abwärts. Der Rückgang bis auf 60.000 Dollar entspricht einem Minus von über fünfzig Prozent.
Entscheidend sei laut Michel nicht nur der Kursrutsch selbst, sondern das Unterschreiten wichtiger Trendmarken. Sowohl der SMA 50 als auch der SMA 100 im Wochenchart wurden durchbrochen. Dabei handelt es sich um gleitende Durchschnitte der letzten 50 beziehungsweise 100 Tage, die vielen Analysten als wichtige Trendindikatoren dienen. Fällt der Kurs darunter, gilt das als klares Schwächesignal.
Zudem notiert der Relative Strength Index (RSI) im überverkauften Bereich. Das signalisiert zwar Schwäche – kann aber auch eine baldige Gegenbewegung ankündigen.
Drei Szenarien für den bitcoin-Kurs
Wie geht es nun weiter? Michel skizziert drei mögliche Szenarien.
- Erstens: Der Bärenmarkt setzt sich fort und Bitcoin fällt weiter. Kurse unterhalb von 60.000 Dollar – etwa im Bereich von 55.000 Dollar – seien durchaus denkbar. Auch der historische Vierjahreszyklus könnte für eine längere Abwärtsphase sprechen.
- Zweitens: Eine sogenannte Relief-Rally. Nach starken Abverkäufen kommt es häufig zu kräftigen Erholungen. „Ich glaube schon, dass wir so etwas sehen werden wie eine Relief-Rally“, sagt Michel. Technische Zielzonen lägen dabei im Bereich zwischen 90.000 und 110.000 Dollar.
- Drittens: Im optimistischen Fall könnte sich der Markt stabilisieren und sogar neue Allzeithochs erreichen. Sollten Liquidität und Sentiment drehen, seien laut Michel auch Kurse zwischen 140.000 und 150.000 Dollar nicht ausgeschlossen. „Nichts ist unmöglich“, betont er – warnt jedoch vor übertriebenem Optimismus.
Makro-Lage liefert gemischte Signale
Fundamental wirkt die Lage widersprüchlich. Der US-Arbeitsmarkt zeigt Schwäche, Zinssenkungen bleiben ein Thema. Gleichzeitig notieren große US-Indizes nahe Allzeithochs. Der Dollar-Index ist zuletzt gefallen – historisch oft ein positives Signal für bitcoin.
Dennoch bleibt der Kryptomarkt bislang zurück. „Alles, was wir beobachten, spricht eigentlich dafür, dass sich unsere Kryptos positiv entwickeln könnten“, sagt Michel. „Nur sie zünden noch nicht.“
Langfristig weiter bullisch
Trotz der aktuellen Schwäche bleibt Michel überzeugt: „Longterm thinkers win.“ Wer kurzfristige Schwankungen nicht aushält, sei in diesem Markt falsch. Langfristig sieht er in der Blockchain-Technologie enormes Potenzial.
Kurzfristig aber entscheidet sich in den kommenden Wochen, ob Bitcoin weiter abrutscht – oder ob die erwartete Relief-Rally tatsächlich startet.
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