Extremer Verkaufsdruck auf Bitcoin: Indikator zeigt nahen Boden

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06. Feb. 2026, 18:40

Bitcoin (BTC) ist extrem „überverkauft“. Nur zweimal zuvor war der Verkaufsdruck so groß wie jetzt. Beide Male stellten sich im Nachhinein als ideale Kaufmomente heraus: Der Kurs fand einen Boden und kurz darauf drehte der Trend. Wird das auch dieses Mal passieren, da der Relative Strength Index (RSI) erneut auf vergleichbare Niveaus fällt?

Panik auf dem Bitcoin-Markt

Auf dem Kryptomarkt herrscht große Panik. Bitcoin ist in den vergangenen Wochen stark gefallen und stürzte am Donnerstag innerhalb eines Tages um 20 Prozent ab – von rund 72.000 Dollar auf 60.000 Dollar. Seitdem ist der Kurs wieder leicht auf 66.000 Dollar zurückgeprallt.

Oben: Bitcoin-Kursdiagramm, Coingecko

Der Kurssturz war enorm, und die Stimmung ist weiterhin äußerst schlecht. Das zeigt sich am RSI, einem Indikator, der misst, wie viel Kauf- und Verkaufsdruck besteht. Dieser Index ist inzwischen auf 17,6 gefallen. Das zeigt, dass Bitcoin derzeit extrem „überverkauft“ ist – es wurde also massenhaft verkauft.

Nur zweimal zuvor so „überverkauft“ wie jetzt

Nur zweimal zuvor erreichte der RSI ähnlich niedrige Werte:

  • Am Tiefpunkt des Bärenmarkts 2018, nachdem der Kurs von 20.000 Dollar komplett auf 3.200 Dollar gefallen war. Der RSI lag damals bei 15,6.

  • Während des COVID-Crashs 2020, als die Märkte in Panik gerieten und Bitcoin kurzfristig von 10.000 auf 4.000 Dollar abstürzte. Damals fiel der RSI sogar bis auf 9,5.

Im Nachhinein stellten beide Zeitpunkte den Boden des Kurses dar. Nach diesen Tiefpunkten drehte der Trend und der Kurs startete eine neue, spektakuläre Aufwärtsbewegung.

Verkaufsseite erschöpft

Eine gängige Erklärung lautet, dass große Verkaufswellen dazu führen, dass die Verkaufsseite erschöpft. Irgendwann hat praktisch jeder, der verkaufen wollte, verkauft – und es bleiben nur wenige Verkäufer übrig.

Besonders wenn wichtige Unterstützungsniveaus durchbrochen werden, kann ein Dominoeffekt entstehen: Immer mehr automatische Verkaufsorders werden ausgelöst, der Kurs schießt in kurzer Zeit nach unten und fegt einen Großteil der Verkaufsseite weg. Analysten nennen dies manchmal „Kapitulation“.

Wer nach der Kapitulation noch am Markt bleibt, ist wahrscheinlich entweder zu spät mit dem Verkauf oder hatte ohnehin nicht vor zu verkaufen.