Gino Presti Gino Presti
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Big-Short-Anleger warnt: KI-Gewinne schöner auf Papier als real

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Bitcoin Nachri…
Zwischen Akkumulation und Abverkauf: Bitcoin an der Kippe

Foto: JOCA_PH / Shutterstock

Der bekannte Anleger Michael Burry, der weltweite Bekanntheit durch seine Warnungen vor der Kreditkrise von 2008 erlangte, hat erneut eine Schwachstelle in den Märkten aufgedeckt. Dieses Mal richtet sich seine Kritik auf die KI-Riesen, Unternehmen wie Meta, Google, Microsoft, Amazon und Oracle, die laut ihm ihre Gewinnzahlen künstlich aufblähen durch einen subtilen buchhalterischen Trick. Und das kann auch große Folgen haben für Bitcoin.

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Der Trick: Server die „länger halten“

Der Kern von Burrys Punkt: Große Technologieunternehmen haben stillschweigend die Lebensdauer ihrer Hardware auf dem Papier verlängert. Wo Server, GPUs und Netzwerkgeräte früher in drei bis vier Jahren abgeschrieben wurden, tun die meisten Unternehmen das nun erst nach fünf oder sechs Jahren.

Das erscheint harmlos, aber es hat einen großen Effekt: Dadurch dass die Kosten über einen längeren Zeitraum verteilt werden, erscheint der Gewinn pro Jahr höher, während die tatsächlichen Bargeldausgaben gleich bleiben.
Mit anderen Worten: Der Gewinn wächst auf dem Papier, nicht in der Wirklichkeit.

Was Burry sieht

Laut Burry stimmt diese neue Rechnung nicht mit der Realität überein. Der Produktzyklus von Nvidia-Chips, das schlagende Herz der KI-Infrastruktur, beträgt lediglich zwei bis drei Jahre. Jede neue Generation bringt so große Leistungsverbesserungen, dass ältere Systeme schnell veralten, auch wenn sie noch funktionieren.

Burry berechnet, dass Unternehmen zwischen 2026 und 2028 dadurch rund 176 Milliarden Dollar zu wenig an Abschreibungen verbuchen werden. Das bedeutet, dass ihre Gewinne stark übertrieben sind: bei Oracle schätzungsweise 27 Prozent, bei Meta 21 Prozent, und bei anderen vergleichbar.

„Optimismus, der sich als Vorsicht ausgibt“, nennt er es.

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Warum es wichtig ist

Abschreibungen erscheinen als buchhalterisches Detail, aber sie bestimmen, wie profitabel ein Unternehmen erscheint.
Niedrigere Abschreibungen sorgen für höhere Gewinne, breitere Margen und höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse. Aber wenn der Cashflow nicht mitwächst, entsteht eine Kluft zwischen der Illusion von Gewinn und der echten wirtschaftlichen Realität.

Das ist kein Problem, solange der Markt euphorisch ist und KI-Wachstum unendlich erscheint. Aber sobald der Zyklus sich dreht, wenn Chippreise steigen, KI-Nachfrage abflacht oder Hardware schneller ersetzt werden muss, dann kommen die verborgenen Kosten zurück wie ein Bumerang: vorzeitige Abschreibungen, niedrigere Gewinne und einstürzende Bewertungen.

Die Verteidigung von Big Tech

Die Unternehmen selbst sagen, dass ihre Hardware wirklich länger hält, dank besserer Kühlung, Energieverwaltung und modularem Design. Das stimmt teilweise, aber laut Burry trifft das nicht auf GPUs zu, die kontinuierlich belastet werden und schnell veralten.

Dass Amazon seine eigene Abschreibungsfrist bereits wieder verkürzte, zeigt, dass es vor allem um eine Geschichte für Anleger geht, nicht um die physische Lebensdauer der Ausrüstung.

Burry weist auf ein breiteres Muster hin: In Zeiten von Investitionswahn suchen Unternehmen immer Wege, ihre Zahlen zu glätten. Die Verlängerung der Lebensdauer von Vermögenswerten ist eine klassische Methode, um die tatsächlichen Kosten von Wachstum zu maskieren. Solange der Hype anhält, funktioniert das. Bis die Wirklichkeit einholt.

Warum dies auch ein Risiko für Bitcoin ist

Die KI-Blase und die Bitcoin-Rally sind im Moment miteinander verwoben über dieselbe Liquidität und Anlegerpsychologie. Wenn das Gewinnwachstum von Big Tech demnächst enttäuscht und Bewertungen einstürzen, kann das drei Folgen haben:

  • Risikoaversion steigt. Große Anleger ziehen Geld zurück aus riskanten Vermögenswerten, einschließlich Bitcoin. Genau wie in 2022 kann ein Rückgang von Tech-Aktien zu einer breiten „Risk-off“-Bewegung führen.
  • Weniger KI-bezogene Liquidität. Die aktuelle KI-Hausse nährt auch Kapitalströme in Richtung Bitcoin, über Gewinne von Nvidia und anderen Techgiganten, die den Markt antreiben. Wenn ihre Gewinnerwartungen einstürzen, fällt diese indirekte Liquidität weg.
  • Der „KI-Narrative-Trade“ wankt. Viele Anleger sehen Bitcoin als die andere Seite desselben Makrotrades, eine Wette auf technologische Revolution und Geldentwertung. Wenn der KI-Hype explodiert, kann auch der breitere Tech-Risk-Trade, einschließlich Krypto, unter Druck geraten.

Kurz gesagt: Wenn Burry recht bekommt, und die realen Cashflows von Big Tech viel niedriger ausfallen als der Markt denkt, dann steht nicht nur die Nasdaq auf wackeligen Beinen, sondern kann auch der Bitcoin-Kurs in Schwierigkeiten geraten.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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