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Bessent: Trump-Regierung verfolgt „Strong Dollar Policy“

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Der amerikanische Finanzminister Scott Bessent, der im Weißen Haus durch einen Spalt zu sehen ist, wie er mit JD Vance redet.

Foto: Joshua Sukoff / Shutterstock.com

Der US-Dollar erholte sich am Mittwoch, nachdem Finanzminister Scott Bessent behauptete, dass die Trump-Regierung weiterhin an einer sogenannten „Strong Dollar Policy“ festhält. Mit dieser Aussage versuchte er, Spekulationen zu unterbinden, dass Washington auf dem Devisenmarkt eingreifen würde, um den japanischen Yen zu unterstützen.

Der Dollar stieg nach seinen Worten um etwa 0,8 Prozent gegenüber dem Euro und um ein Prozent gegenüber dem Yen. Damit kam vorerst ein Ende des starken Rückgangs, der auf Aussagen von Präsident Donald Trump folgte, der einen schwächeren Dollar Anfang dieser Woche noch „großartig“ nannte. Was sind nun genau die Folgen für den Bitcoin-Kurs? Das werden wir in den kommenden Minuten untersuchen.

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„Starker Dollar durch Fundamentaldaten“

In einem Interview mit CNBC erklärte Bessent, dass ein starker Dollar nicht um direkte Interventionen geht, sondern um Politik. „Die Vereinigten Staaten haben immer eine Strong Dollar Policy gehabt, aber das bedeutet, die richtigen wirtschaftlichen Fundamentaldaten zu schaffen“, so der Minister.

Laut Bessent sorgen die aktuellen politischen Entscheidungen dafür, dass die USA „der beste Ort zum Investieren“ bleiben. Kapitalzufluss, ein sinkendes Handelsdefizit und Vertrauen in die amerikanische Politik sollten den Dollar langfristig von selbst stärken.

Diese Worte waren nötig, nachdem der Dollar Anfang dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen war. Das geschah, nachdem bekannt wurde, dass die New York Fed einen sogenannten „Rate Check“ auf den Dollar-Yen-Kurs durchgeführt hatte, ein Schritt, der oft als Vorbote von Interventionen auf dem Devisenmarkt gesehen wird.

Bessent bestritt entschieden, dass dies der Fall ist. Auf Fragen, ob die USA aktiv eingreifen, um Währungen zu unterstützen, antwortete er: „Absolut nicht.“

Märkte bleiben skeptisch

Obwohl sich der Dollar kurzfristig erholte, bleibt das Sentiment fragil. Anleger sehen ein Spannungsfeld zwischen Worten und Taten. Einerseits sagt die Regierung, sie strebe einen starken Dollar an, andererseits stellt Trump öffentlich den Wert der Währung infrage und drängt auf niedrigere Zinsen.

Das nährt Unsicherheit über den zukünftigen Kurs der amerikanischen Geld- und Fiskalpolitik. Diese Unsicherheit ist ein wichtiger Grund, warum der Dollar in den vergangenen Wochen unter Druck stand, trotz einer relativ starken amerikanischen Wirtschaft.

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Folgen für den Bitcoin-Kurs

Für den Bitcoin-Kurs ist diese Entwicklung kurzfristig vor allem ein Gegenwind. Ein stärkerer Dollar geht historisch gesehen oft mit weniger Raum für Risikoanlagen einher. Wenn der Dollar anzieht und die finanziellen Bedingungen sich verschärfen, nimmt die Liquidität ab, die nötig ist, um Assets wie Bitcoin höher zu treiben.

Zudem verringert eine glaubwürdige „Strong Dollar“-Geschichte die Chance auf schnelle geldpolitische Lockerung durch die Federal Reserve. Weniger Zinssenkungen und ein stabilerer Dollar sind in der Regel keine günstige Kombination für Bitcoin, das in der aktuellen Phase noch vor allem als Risikoanlage gesehen wird.

Langfristig bleibt das Bild gemischt. Die Diskussion selbst und die sichtbare Spannung innerhalb der amerikanischen Politik zeigen, dass Vertrauen in Fiatwährungen nicht selbstverständlich ist. Dieses Narrativ ist gerade eines der Fundamente unter Bitcoin. Aber solange Worte von Politikern zu einem stärkeren Dollar führen, wird die direkte Auswirkung auf den Bitcoin-Kurs wahrscheinlich negativ bleiben.

Die Botschaft von Bessent brachte vorübergehend Ruhe auf den Devisenmarkt, nimmt aber die zugrunde liegende Unsicherheit nicht weg. Solange Politik, Politisches und Kommunikation durcheinanderlaufen, bleibt der Dollar anfällig für Schwankungen. Es ist auch noch fraglich, inwieweit der Markt diese Worte von Bessent glaubt.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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