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Bitcoin ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen. Das Sentiment am Kryptomarkt ist dadurch sehr ängstlich. Ein ehemaliger Führungskräfte der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs glaubt jedoch, dass die Kryptowährung schnell wieder auf 140.000 Dollar steigen kann. In einem Podcast erklärt er genau, wie das möglich ist.
Bitcoin im Verhältnis zur weltweiten Liquidität zu niedrig bewertet
Der ehemalige Goldman-Sachs-Experte Raoul Pal glaubt, dass Bitcoin (BTC) im kommenden Jahr schnell wieder an Wert gewinnen kann. Im Podcast Coinbureau erklärt er warum. Derzeit ist die Kryptowährung mit einem deutlichen Abschlag erhältlich. Gemessen an der weltweiten Liquidität müsste der Kurs deutlich höher stehen. Eine solche Lücke trat in der Vergangenheit bereits auf und wurde stets schnell und aggressiv geschlossen. Der Kurs könnte also in kurzer Zeit stark steigen.
Die Grundlage von Pals Prognose liegt in der möglichen Veränderung der Liquidität. Die Republikaner wissen wie alle anderen, dass die Zwischenwahlen bevorstehen. Daher werden sie in diesem Jahr so viel wie möglich für die Wirtschaft tun wollen, um mehr Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Diesen Kurs hat der Experte zufolge bereits begonnen.
Veränderungen zur Verbesserung der Liquidität
So könnte eine Änderung der Bankenregeln eingeführt werden, die es Banken ermöglicht, mehr Staatsschulden zu absorbieren, ohne dass dies ihre Bilanz belastet. Das gibt dem Finanzministerium mehr Flexibilität, Defizite zu monetarisieren. Das ist positiv für den Markt, da die Liquidität im gesamten System dadurch wächst. Zudem nimmt der Treasury General Account (TGA), also das Bankkonto der amerikanischen Regierung, ab. Eine Entwicklung, die in der Regel darauf hindeutet, dass Liquidität in die Märkte fließt.
Als zusätzlicher Verstärker hat der amerikanische Dollar gegenüber anderen Währungen deutlich an Wert verloren. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die finanziellen Bedingungen gelockert werden, um dies zu korrigieren. Das wiederum erhöht die Chance, dass mehr Liquidität in risikoreichere Anlagen fließt.
Mehr Vertrauen für Wachstum notwendig
Zur weiteren Untermauerung seines Standpunkts weist Pal darauf hin, dass in den kommenden Monaten verschiedene Faktoren das Vertrauen zurückbringen und die Kreditvergabe ankurbeln könnten. Dazu könnten fiskalische Anreize, niedrigere Steuern auf Investitionen, Kapital für Rechenzentren und Energieinfrastruktur sowie möglicherweise niedrigere Hypothekenzinsen beitragen. Historisch gesehen hat Bitcoin immer dann stark abgeschnitten, wenn sich Wachstumserwartungen verbesserten und die Liquidität gleichzeitig zunahm.
Der große Kryptokurseinbruch vom 10. Oktober, kurz nachdem Bitcoin sein Allzeithoch erreichte, war dem Experten zufolge im Verhältnis zum fundamentalen Wert zu stark. Im Kryptomarkt fehlen noch Sicherheitsmechanismen für solche Einbrüche, wodurch die Börsen die Kontrolle verloren. Dadurch steht der Kurs jetzt niedriger, als er eigentlich stehen sollte.
Pal sieht die letzte Beschleunigung des Kryptozyklus als sogenannte „Bananen Zone“. Dabei wächst der Kurs exponentiell, getrieben durch gestiegene Liquidität, verbessertes Wachstum und neuen Zufluss von institutionellem Kapital. Diese Phase wird laut ihm jedoch erst nach der psychologischen Grenze von 100.000 Dollar eintreten. Am Ende dieser Phase könnte der Kurs schließlich bei rund 140.000 Dollar liegen.
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