Der verurteilte Gründer der zusammengebrochenen Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, hat offiziell einen Begnadigungsantrag bei Präsident Donald Trump eingereicht.
Bemerkenswert ist, dass der Antrag beim US-Justizministerium als Antrag auf ein „pardon after completion of sentence“ registriert ist. Dabei handelt es sich um eine Form der Begnadigung, die normalerweise als offizieller Straferlass nach vollständiger Verbüßung einer Strafe gewährt wird – und nicht um eine unmittelbare Strafverkürzung.
Zusammengefasst
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Sam Bankman-Fried hat einen Begnadigungsantrag eingereicht, der derzeit vom US-Justizministerium geprüft wird.
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Er verbüßt eine Haftstrafe von 25 Jahren wegen Betrugs und Verschwörung nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX.
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Der FTT-Token, die Kryptowährung von FTX, stieg nach Bekanntwerden der Nachricht unmittelbar um mehr als 50 Prozent im Wert.
Begnadigungsantrag bestätigt
Sam Bankman-Fried (SBF) hat offiziell einen Antrag auf eine präsidentielle Begnadigung gestellt. Der Antrag wird derzeit vom Office of the Pardon Attorney des US-Justizministeriums bearbeitet, das keine Details zu laufenden Verfahren veröffentlicht.

Der genaue Status des Antrags wirft Fragen auf. Nach dem offiziellen Verfahren des Justizministeriums ist ein „pardon after completion of sentence“ für Personen mit einer Bundesverurteilung vorgesehen, die ihre Strafe bereits vollständig verbüßt haben.
Wer während einer laufenden Haftstrafe eine Strafverkürzung beantragen möchte, muss normalerweise einen Antrag auf „commutation of sentence“ stellen.
Das bedeutet, dass der Antrag in seiner derzeit registrierten Form nicht automatisch als direkter Versuch verstanden werden sollte, seine Haftstrafe sofort zu beenden. Dennoch handelt es sich um einen Versuch, die Folgen seiner Verurteilung durch eine präsidentielle Begnadigung anzufechten oder abzumildern.
In einem kürzlichen Interview mit FOX Business bestätigte SBF seinen Wunsch nach einer Begnadigung mit einem klaren „Absolut“. Gleichzeitig läuft weiterhin ein Berufungsverfahren gegen seine Verurteilung.
Verurteilung nach Milliardenbetrug
SBF wurde im März 2024 zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren verurteilt. Das Gericht befand ihn für schuldig, ein betrügerisches System aufgebaut zu haben, das zum Zusammenbruch seiner Kryptobörse FTX im November 2022 führte.
Die Probleme begannen nach einem Bericht von CoinDesk über die Bilanz des Schwesterunternehmens Alameda Research, der ein Defizit von acht Milliarden US-Dollar offenlegte. Kunden verloren dadurch rund acht Milliarden US-Dollar, Investoren 1,7 Milliarden US-Dollar und Kreditgeber 1,3 Milliarden US-Dollar.
Strategie und Leugnung
Trotz seiner Verurteilung beharrt Bankman-Fried darauf, kein Geld von Kunden gestohlen zu haben. Er behauptet, dass Geschädigte ihr Geld zurückerhalten werden, teilweise sogar mehr als ihre ursprüngliche Investition, da die Kryptokurse inzwischen deutlich gestiegen sind.
Seine Eltern, beide Professoren an der Stanford Law School, sollen bereits Kontakt zu Personen aus dem Umfeld von Trump aufgenommen haben. SBF selbst hat sich in den vergangenen Monaten mehrfach positiv über Trump geäußert, unter anderem über dessen Politik gegenüber dem Iran und die Entwicklung der Benzinpreise.
Ungewisser Ausgang und Marktreaktion
Präsident Trump hat in der Vergangenheit prominenten Persönlichkeiten aus der Kryptowelt Begnadigungen gewährt, darunter dem Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht und dem ehemaligen Binance-CEO Changpeng Zhao. Dennoch bleibt der Ausgang für SBF ungewiss.
In einem Interview mit der New York Times im Januar 2026 erklärte Trump, dass SBF nicht mit einer Begnadigung rechnen solle.
Der Markt reagierte jedoch unmittelbar auf die Nachricht über den Antrag. FTT, die von FTX gegründete Kryptowährung, stieg um mehr als 50 Prozent auf rund 0,37 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit fast einem Monat.






