Die Angst unter Kryptoanlegern hat etwas nachgelassen. Ein bekannter Stimmungsindikator für den Markt zeigt eine leichte Verbesserung.
Das liegt unter anderem daran, dass Bitcoin in dieser Woche über 65.000 US-Dollar gestiegen ist und erneut viel Kapital in US-amerikanische Bitcoin-Fonds geflossen ist.
Zusammengefasst
-
Der Fear and Greed Index steht heute bei 30 von 100 Punkten.
-
In der vergangenen Woche lag der Indikator bei 27 Punkten.
-
In US-amerikanische Bitcoin-ETFs flossen diese Woche rund 738 Millionen Euro.
So funktioniert der Fear and Greed Index
Für das Krypto-Thermometer betrachten wir den Fear and Greed Index. Dieser Indikator misst täglich, wie stark Angst oder Gier unter Kryptoanlegern ausgeprägt sind.
Die Skala reicht von 0 bis 100. Ein niedriger Wert steht für große Angst, während ein hoher Wert darauf hindeutet, dass Anleger sehr optimistisch sind und möglicherweise übereilt kaufen.
Der Wert wird unter anderem anhand von Kursschwankungen, Handelsvolumen, sozialen Medien, Suchanfragen und dem Anteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt ermittelt.
Heute steht der Index bei 30 Punkten. Gestern waren es 29 und in der vergangenen Woche lag der Wert bei 27. Vor einem Monat waren es noch 22 Punkte und es herrschte extreme Angst.
Die Stimmung verbessert sich also langsam. Von echtem Vertrauen kann jedoch noch keine Rede sein.

Positive Signale für Bitcoin
Die leichte Verbesserung könnte teilweise auf US-amerikanische Bitcoin-Börsenfonds, auch ETFs genannt, zurückzuführen sein. Über diese Fonds können Anleger an klassischen Börsen in Bitcoin investieren.
In die börsengehandelten Fonds flossen in dieser Woche mehr als 853 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 738 Millionen Euro. Das war der größte wöchentliche Kapitalzufluss seit 15 Wochen.
Auch schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten am Freitag für einen Kursanstieg. In den Vereinigten Staaten gingen im Juli 23.000 Arbeitsplätze verloren und die Löhne stiegen weniger stark als erwartet.
Dadurch erscheint eine weitere Zinserhöhung im September weniger wahrscheinlich. Bitcoin reagierte positiv und kletterte wieder über 65.000 US-Dollar.
Wenig Handel an Kryptobörsen
Dennoch bleibt es an den Kryptobörsen sehr ruhig. Das Handelsvolumen, also der Gesamtwert aller Käufe und Verkäufe, liegt deutlich niedriger als im vergangenen Jahr.
Täglich werden Bitcoin im Wert von etwa 6 bis 12 Milliarden US-Dollar gehandelt. Im Oktober vergangenen Jahres waren es noch rund 110 Milliarden US-Dollar pro Tag. Damit ist das Handelsvolumen um etwa 90 Prozent zurückgegangen.
Viele Anleger warten also weiterhin ab. Der Index ist in dieser Woche um 3 Punkte gestiegen, befindet sich aber nach wie vor in der Kategorie „Angst“. Es gibt eine leichte Verbesserung, aber noch keine klare Trendwende.







