Die Krypto-Plattform Radiant Capital stellt ihre weitere Entwicklung ein, nachdem sie Opfer eines Hacks in Höhe von 43 Millionen Euro geworden ist. Das Projekt konnte die gestohlenen Gelder nicht zurückerlangen und fand auch keine neue Finanzierung, um den Betrieb fortzusetzen.
Radiant galt einst als beliebte Kreditplattform im DeFi-Sektor, doch nach dem Angriff schwand das Vertrauen der Nutzer rapide. Vorerst können Nutzer ihre Gelder jedoch weiterhin abheben.
Zusammengefasst
- Radiant Capital stellt die weitere Entwicklung nach einem Hack über 50 Millionen US-Dollar ein, umgerechnet rund 43 Millionen Euro.
- Der Angriff ereignete sich im Oktober 2024 und wurde mit der nordkoreanischen Hackergruppe Lazarus in Verbindung gebracht.
- Der RDNT-Token liegt mehr als 99 Prozent unter seinem bisherigen Allzeithoch.
Radiant beendet Entwicklung nach Millionen-Hack
Radiant Capital teilte mit, dass das Projekt keinen tragfähigen Weg in die Zukunft mehr sieht. Die Plattform konnte die gestohlenen Gelder nicht zurückholen und beschaffte auch kein neues Kapital.
Radiant Capital to Wind Down Operations After Failing to Recover From $50 Million Exploit
Radiant Capital announced that its DAO will begin a gradual wind-down after failing to recover from the October 2024 exploit, secure new financing, or restore growth. The protocol will… pic.twitter.com/PMsHglRsbO
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) June 1, 2026
Radiant war eine Kreditplattform im Bereich DeFi. DeFi steht für dezentrale Finanzdienstleistungen, bei denen Nutzer ohne Banken oder klassische Vermittler über Blockchain-Software Kredite aufnehmen, verleihen oder handeln können.
Im Oktober 2024 wurde das Projekt Ziel eines Hacks im Umfang von 50 Millionen US-Dollar. Das entspricht etwa 43 Millionen Euro.
Der Angriff wurde der Lazarus Group zugeschrieben, einer bekannten Hackergruppe aus Nordkorea. Dieselbe Gruppe wurde zuvor auch mit dem großen Hack bei KelpDAO in Verbindung gebracht, bei dem rund 250 Millionen Euro erbeutet wurden.
Nutzer können weiterhin Gelder abheben
Radiant wird nicht sofort vollständig abgeschaltet. Die Plattform bleibt vorerst in einer Art Wartungsmodus online.
Dadurch können Nutzer weiterhin ihre Gelder abheben, Kredite zurückzahlen und ihre Positionen anpassen. Auch die Smart Contracts bleiben zugänglich. Dabei handelt es sich um automatische Vereinbarungen auf der Blockchain, die Transaktionen selbstständig ausführen.
Das Team hinter Radiant stellt jedoch die Entwicklung neuer Funktionen, Verbesserungen und Erweiterungen ein. Nutzern wird daher geraten, ihre Risiken gegebenenfalls zu reduzieren.
Radiant hält außerdem das Wiederherstellungsportal geöffnet. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt gestohlene Gelder zurückgewonnen werden, sollen diese an die betroffenen Nutzer zurückgezahlt werden.
RDNT-Token nahezu vollständig eingebrochen
Der hauseigene Token von Radiant, RDNT, ist seit seinem Höchststand nahezu vollständig eingebrochen. Im September 2022 notierte der Token noch bei 58 Cent, inzwischen liegt RDNT mehr als 99 Prozent darunter und ist weniger als 1 Cent wert.

Nach der jüngsten Ankündigung geriet der Kurs zusätzlich unter Druck. RDNT verlor 4,2 Prozent, nachdem Radiant bekannt gegeben hatte, dass das Projekt schrittweise eingestellt wird.
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