Gino Presti Gino Presti
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Warum Bitcoin seit Oktober stark gefallen ist

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Kolumnen

Foto: Artit Wongpradu/Shutterstock

Seit den Allzeithochs im Oktober ist der Bitcoin-Kurs um mehr als 50 Prozent gefallen. Der vorläufige Kursboden liegt bei 60.000 Dollar, und das Sentiment rund um Bitcoin (BTC) ist vollständig eingetrübt. Wie konnte das passieren? Warum begann der Kurs ausgehend vom Rekordniveau von 126.000 Dollar plötzlich zu fallen?

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Die reine Spekulation ist verschwunden

Bemerkenswert ist, dass es noch genug Börsenindizes gibt, die regelmäßig neue Allzeithochs erreichen. Die Kursverluste beschränken sich wirklich auf bestimmte Marktbereiche. Weltweit herrscht nach wie vor ein Bullmarkt. Vor allem der spekulativste Teil des Marktes hat mit den aktuellen Bedingungen zu kämpfen.

Dazu gehört Bitcoin – aber auch beispielsweise Software-Aktien oder der SPAC-Index im nachstehenden Diagramm von Fidelity.

Der spekulative Teil des Marktes steht unter Druck. Quelle: Jurrien Timmer/X

Der SPAC-Index ist ein Börsenindex, der aus überwiegend spekulativen Anlagen besteht. Diese Anlagen entwickeln sich vor allem dann gut, wenn Anleger in einer euphorischen Stimmung sind und Geld in alle Richtungen investieren. Seit Ende 2025 ist davon eindeutig keine Rede mehr – was sich auch im Bitcoin-Kurs widerspiegelt.

Dasselbe Bild zeigt sich beim Call/Put-Verhältnis für den S&P 500. Die Anzahl der Calls – Optionen, mit denen Anleger auf steigende Kurse setzen – ist im Verhältnis zur Anzahl der Puts gesunken, mit denen Anleger auf fallende Kurse setzen. Anleger sind also etwas pessimistischer geworden.

Das Call/Put-Verhältnis hat sich deutlich verschlechtert. Quelle: Timmer

Das aktuell beobachtete Call/Put-Verhältnis tritt häufig auf, wenn der Markt sich an oder nahe einem Kursboden befindet. Insofern ist dies auch für Bitcoin ein Signal, dass der schwerste Teil der Kursverluste wahrscheinlich hinter uns liegt.

Was Bitcoin wirklich weiter unter Druck setzen könnte, wäre ein tiefer weltweiter Bearmarkt – etwa wenn das Vertrauen in die KI-Revolution vollständig einbricht. Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus. Obwohl Anleger nicht euphorisch auf die starken Zahlen von Nvidia reagierten, bleiben es beeindruckende Ergebnisse.

Wir befinden uns schlicht nicht in einer Phase, in der Anleger die risikoreichsten Anlagen kaufen. Das macht Bitcoin zu schaffen. Gleichzeitig befinden wir uns nicht in einer Phase allgemeiner Malaise, in der alle Kurse fallen.

Das zeigt sich an den Kapitalströmen in Aktien und Anleihen, die robust bleiben. Anleger ziehen sich also nicht vollständig aus dem Markt zurück. Beim aktuellen makroökonomischen Bild bleibt Investieren offenbar attraktiv – aber in geringerem Maße als in den Vorjahren.

Kapitalströme bleiben robust. Quelle: Timmer

Das geht leider auf Kosten des spekulativsten Marktteils – und damit auch von Bitcoin. Bedeutet das das Ende von Bitcoin? Nein, das wäre wahrscheinlich übertrieben. Dies sind jedoch die Momente, in denen Menschen das Vertrauen verlieren und es plötzlich deutlich schwerer fällt, Bitcoin als digitales Gold zu bezeichnen.

Dies sind die Momente, in denen Menschen an solchen Dingen zu zweifeln beginnen – während dieses Vertrauen oft vollständig zurückkehrt, sobald die Kurse wieder steigen. Wenn Bitcoin bald wieder über 90.000 Dollar gehandelt wird, wird sich der allgemeine Konsens erneut verschieben – und Bitcoin kann plötzlich wieder digitales Gold sein.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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