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Ich habe lange geglaubt, dass Staatsanleihen ein sicherer Hafen sind – ein verlässlicher Baustein für jedes ausgewogene Portfolio. Doch die Realität hat mir in den letzten Jahren eine wichtige Lektion erteilt: Die Sicherheit von Staatsanleihen endet dort, wo Zinsen und Währungsentwicklung gegen einen spielen.
Ein besonders eindrückliches Beispiel liefert Japan. Dort haben 7- bis 10-jährige Staatsanleihen in US-Dollar gerechnet über sieben Jahre rund ein Drittel an Wert verloren – ein dramatischer Einbruch, den viele nicht kommen sahen.
Und das lag nicht an einer plötzlichen Krise, sondern am Zusammenspiel mehrerer Kräfte: steigende Renditen und ein schwacher Yen. Seit der Zinswende 2021/2022 hat sich die Erwartungshaltung an die Geldpolitik massiv verändert.
2025 preist der Markt nun zusätzlich die Inflationsrisiken und fiskalischen Herausforderungen ein – mit spürbaren Auswirkungen auf die Renditen.
Internationale Kontraste: Japan, China, USA
China wiederum zeigt ein ganz anderes Bild. Dort drücken deflationäre Tendenzen und schwache Nachfrage die Renditen, was die Kurse von Staatsanleihen stabilisiert.
Doch auch hier ist Vorsicht geboten: niedrige Renditen bedeuten oft eine geringe Risikoprämie – und damit wenig Puffer bei Überraschungen. In den USA sehen wir, wie wichtig der laufende Ertrag ist.
Trotz einer schwachen Phase 2021 und 2022 haben sich 7- bis 10-jährige Treasuries zuletzt vergleichsweise gut entwickelt – vor allem wegen der Kupons, die zwischenzeitliche Verluste teilweise ausgeglichen haben.
Es zeigt sich: Bei Anleihen zählt mehr als nur der Kurs – der Ertrag über die Haltedauer spielt eine entscheidende Rolle.
Japanese government bonds have recorded historic losses:
Japan’s 7 to 10-year bonds are down -32% in US Dollars over the last 7 years, the worst performance among any major bond market.
This is followed by Germany’s government bonds, which are down -8% over the same period.… pic.twitter.com/ArRiZv89eM
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) January 1, 2026
Was ich daraus gelernt habe
Für mich ist klar: Globale Bondmärkte sind heute kein homogener Block mehr. Sie reflektieren unterschiedliche Inflationspfade, geldpolitische Regime und währungsspezifische Risiken. Wer international in Anleihen investieren will, muss drei Stellschrauben im Blick behalten:
- Duration – Wie stark reagiere ich auf Zinsänderungen?
- Währungsrisiko – Absichern oder bewusst eingehen?
- Zentralbank-Narrativ – Was treibt wirklich die Renditen?
Diese Faktoren bewegen die Märkte oft stärker als jede Schlagzeile.
Wenn dich interessiert, wie ich aktuelle Entwicklungen in Anleihemärkten, Geldpolitik und Kryptowährungen einordne, dann schau auf meinen YouTube-Kanal. Dort analysiere ich wöchentlich, was Anleger wirklich wissen müssen.
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