Foto: Domenico Fornas/Shutterstock
Als jemand, der die Entwicklungen an den Finanzmärkten täglich verfolgt, hat mich die jüngste Eskalation zwischen Fed-Chef Jerome Powell und dem Weißen Haus tief beeindruckt.
Nach monatelangem Schweigen hat Powell auf die strafrechtlichen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft reagiert – und das mit einer Klarheit, die man selten von Zentralbankern hört.
Seine Aussage, dass die drohenden Anklagen eine direkte Folge seiner Unabhängigkeit in der Zinspolitik seien, ist ein politisches Beben. Für mich markiert das einen Wendepunkt im Verhältnis zwischen Politik und Geldpolitik.
For the first time ever, Fed Chair Powell is fighting back:
Over the last 12 months, Fed Chair Powell has remained silent amid President Trump’s criticisms.
When asked about Trump’s comments, Powell would respond „I do not any response or comment.“
Today, that changed.
Amid a… https://t.co/OlNTbQfI4i
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) January 12, 2026
Ein Signal in turbulenten Zeiten
In den letzten Monaten war das Verhältnis zwischen der Federal Reserve und dem Weißen Haus angespannt, doch niemand hatte mit einer derart offenen Konfrontation gerechnet. Powell nutzte seine noch verbleibenden sechs Monate im Amt, um ein starkes Zeichen zu setzen.
Die Geldpolitik der USA darf nicht politisch gesteuert werden. Als Beobachter sehe ich darin mehr als nur einen Machtkampf – es ist ein Kampf um die Glaubwürdigkeit einer der wichtigsten Institutionen der Weltwirtschaft.
Dass die Märkte sofort nervös reagierten und die Futures um 0,5 % fielen, wundert mich daher nicht. Unsicherheit ist das Letzte, was Investoren wollen.
Politik als juristische Waffe?
Was mich besonders beunruhigt, ist die Tatsache, dass nun offenbar juristische Mittel als politisches Druckmittel genutzt werden.
Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Wenn die Unabhängigkeit der Zentralbank durch politische Interessen bedroht wird, verlieren nicht nur Märkte das Vertrauen – auch die internationale Glaubwürdigkeit der USA als wirtschaftlicher Stabilitätsanker steht auf dem Spiel.
In Gesprächen mit Kollegen spüre ich zunehmend die Sorge, dass wir uns in eine Phase erhöhter Volatilität bewegen, in der jede Entscheidung der Fed auf die Goldwaage gelegt wird.
Ein unsicherer Ausblick
Mit dem nächsten Zinsentscheid am 28. Januar steht viel auf dem Spiel. Eigentlich rechnete man mit einer Zinspause – doch angesichts der aktuellen Spannungen ist plötzlich alles möglich. Wird Powell trotz Drucks standhaft bleiben?
Oder sehen wir eine politische Einflussnahme, die über Tweets und Pressekonferenzen hinausgeht? Für mich ist klar: Wir stehen vor einem geldpolitischen Stresstest. Die kommenden Monate werden zeigen, wie stark die Institution Federal Reserve wirklich ist.
Powells Reaktion war längst überfällig – und mutig. In einer Zeit, in der politische Interessen immer stärker in ökonomische Prozesse eingreifen wollen, ist seine klare Haltung ein wichtiges Zeichen.
Doch sie kommt zu einem hohen Preis: Die Märkte sind nervös, die Unsicherheit steigt, und ein politischer Konflikt ist zum wirtschaftlichen Risiko geworden. Ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzt – denn die Glaubwürdigkeit der Fed ist ein zentraler Pfeiler für globale Stabilität.
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