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Die Preise von Gold und Silber sind in kurzer Zeit deutlich gefallen. Was zunächst wie eine kleine Korrektur aussah, hat sich inzwischen zu einer klaren Verkaufswelle mit tiefroten Zahlen entwickelt. Silber verlor rund fünf Prozent und fiel unter eine wichtige Marke, während Gold schnell Abstand von seinem aktuellen Rekord nahm.
Das sorgt für Unruhe unter Anleger. Nicht nur wegen des Rückgangs selbst, sondern vor allem wegen der Geschwindigkeit, mit der das Sentiment umgeschlagen ist.
Schneller Rückgang bei Gold nach starkem Anstieg
Noch keine zwei Monate ist es her, dass Gold auf einem Rekordniveau stand. Inzwischen ist der Preis um mehr als 1.100 Dollar gefallen. An einem einzigen Tag verlor Gold sogar 3,4 Prozent.
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Der Goldkurs der vergangenen 3 Monate. Quelle: KNM
Silber fällt häufig noch stärker als Gold, und das ist auch jetzt zu beobachten. In kurzer Zeit stieg der Verlust auf rund 20 Prozent. Das deutet darauf hin, dass Anleger nicht nur Gewinne mitnehmen, sondern auch aktiv ihre Positionen abbauen. Auch andere Edelmetalle wie Platin und Palladium stehen unter Druck.
Zinsen spielen eine große Rolle
Der wichtigste Grund für den Rückgang sind die Zinsen. Lange Zeit gingen Anleger davon aus, dass Zentralbanken die Zinsen schnell senken würden. Das scheint nun weniger wahrscheinlich.
Solange die Zinsen hoch bleiben, entscheiden sich Anleger historisch gesehen für Alternativen wie Anleihen, die eine Rendite abwerfen. Gold und Silber werfen selbst keine Zinsen ab und werden dadurch in dieser Phase weniger attraktiv.
Zudem bleibt der Ölpreis hoch, was die Inflation stabil hält. Dadurch haben Zentralbanken weniger Spielraum, die Zinsen zu senken.
Was bedeutet das für Anleger?
Die Situation erinnert an 2011, als Gold nach einem Höchststand lange Zeit schwach blieb. Das macht Anleger vorsichtig, besonders diejenigen, die aktuell eingestiegen sind.
Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied: Zentralbanken kaufen weiterhin Gold als Reserve. Das sorgt für eine Art Boden unter dem Markt.
Was ist zu erwarten?
Die kommenden Wochen sind entscheidend. Neue Daten zu Inflation und Zinsen werden bestimmen, in welche Richtung sich der Markt bewegt.
Vorerst erwarten Analysten, dass Gold innerhalb einer bestimmten Bandbreite schwankt. Silber dürfte dabei noch volatiler bleiben.
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