Jan-Eric Stehr Jan-Eric Stehr
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Wall Streets „Angstbarometer“ steigt trotz Rekordkursen – ein Warnsignal?

Wall Streets „Angstbarometer“ steigt trotz Rekordkursen – ein Warnsignal?

Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com

Der US-Börsenindex S&P 500 erreichte am Montag ein neues Rekordhoch – trotz der Spannungen im Nahen Osten. Gleichzeitig legte jedoch auch ein wichtiges „Angstbarometer“ deutlich zu. Viele Anleger fragen sich daher: Wie lange kann die Rallye noch weitergehen?

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Zusammengefasst

  • Der S&P 500 schloss auf einem Rekordniveau, während der VIX-Index – das „Angstbarometer“ der Märkte – um 6,9 Prozent anstieg.
  • Historische Daten zeigen, dass der S&P 500 nach einer solchen Kombination einen Monat später im Durchschnitt niedriger notierte.
  • Analysten sind uneinig: Einige sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich die Rallye ihrem Ende nähert, andere rechnen damit, dass der Aufwärtstrend noch ein bis zwei Jahre anhalten könnte.

Widersprüchliche Signale an den Märkten

Obwohl die Aktienmärkte am Montag nach einem zögerlichen Start erneut im Plus schlossen, nahm die Nervosität unter Investoren zu.

Der Cboe Volatility Index (VIX), der die erwartete Schwankungsbreite der Kurse für die kommenden 30 Tage misst, sprang um 6,9 Prozent auf 18,37 Punkte. Das war der stärkste Anstieg seit dem 15. Februar.

Ein deutlicher Anstieg des VIX deutet in der Regel darauf hin, dass Investoren mit mehr Turbulenzen rechnen. Dass dies an einem Tag geschieht, an dem der S&P 500 ein neues Rekordhoch erreicht, ist bemerkenswert.

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Historischer Kontext

Auch wenn die Kombination nicht einzigartig ist, kommt ein Rekordhoch bei gleichzeitigem VIX-Anstieg von mehr als 5 Prozent nur selten vor. Seit den 1990er-Jahren geschah dies lediglich 34 Mal.

Daten von Dow Jones Market Data zeigen, dass der S&P 500 im Monat nach einem solchen Ereignis im Median um 0,8 Prozent fiel.

Langfristig sah das Bild jedoch positiver aus: Nach drei Monaten lag der Index durchschnittlich 1,6 Prozent höher, nach sechs Monaten 3,2 Prozent, so Morningstar.

Ein Warnsignal?

Jordan Rizzuto von GammaRoad Capital Partners warnt davor, dass ein anhaltender Anstieg des VIX bei gleichzeitig neuen Rekorden an den Börsen bereits vor dem Platzen der Dotcom-Blase und vor der Finanzkrise zu beobachten war.

Er betont jedoch: „Eine eintägige Bewegung wie heute [gestern, Anm. d. Red.] bedeutet für sich genommen nicht zwangsläufig etwas.“ Erst ein dauerhafter Anstieg der impliziten Volatilität wäre seiner Ansicht nach ein ernstzunehmendes Signal.

Zudem weist er darauf hin, dass ein steigender VIX in der Vergangenheit über mehrere Jahre hinweg anhalten konnte, während die Aktienmärkte gleichzeitig weiter stiegen.

Wie lange geht die Party noch weiter?

Viele Anleger beschäftigt die Frage, wie lange die aktuelle Aufwärtsbewegung noch andauern kann. Robert Pavlik von Dakota Wealth Management vergleicht die Situation mit einer Party, die bereits seit geraumer Zeit läuft.

Seiner Ansicht nach „ist die Party noch in vollem Gange“ und „die Menschen haben weiterhin Spaß“, doch frühe Gäste fragten sich inzwischen, „wie lange man noch bleiben sollte“.

Investor Paul Tudor Jones zeigt sich optimistischer. Er sieht Parallelen zu früheren „Produktivitätswundern“, etwa der Einführung des Personal Computers im Jahr 1981 oder der Kommerzialisierung des Internets im Jahr 1995.

Seiner Meinung nach befinden wir uns derzeit bei etwa 50 bis 60 Prozent des aktuellen Zyklus, der laut Tudor Jones in einem Interview mit CNBC noch „ein oder zwei Jahre andauern“ könnte.

Wie immer gilt: Niemand weiß mit Sicherheit, wie sich die Märkte künftig entwickeln werden. Anleger sollten daher stets ihre eigene Recherche durchführen.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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