Foto: Jaytrading / YouTube
Seien wir ehrlich: Nach Wochen der Rally fühlt sich dieser Rücksetzer fast schon erfrischend normal an. Die Kurse fallen – und mit ihnen die Nerven. Ich bin nicht überrascht. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, wir sind überreif für eine Korrektur.
Was mich aktuell beschäftigt, ist weniger die Frage, ob es noch weiter fällt – sondern wie tief und wann ich wieder einsteigen will.
Michael Saylor hat gerade 22.300 Bitcoin (BTC) gekauft. Für 2,1 Milliarden Dollar. Und der Markt? Reagiert mit einem Schulterzucken und sinkt weiter. Auch die ETFs zeigen erneut: Viele Anleger sind nicht langfristig dabei. Es hagelte Abflüsse – 700 Millionen Dollar, teils BTC, teils ETH.
Das zeigt: Der jüngste Aufschwung war wieder mal zu sehr Futures-getrieben. Kein nachhaltiger Spot-Markt, kein gesunder Boden. Das sieht man auch an den Liquidationen: 360 Millionen Dollar in Longs und Shorts wurden einfach weggefegt.
Die Welt ist nervös – und ich bin es auch
Geopolitische Spannungen – von Zöllen über den Iran bis hin zu Grönland – belasten das Sentiment. Und dann ist da noch Japan: Die steigenden Renditen und der ausgedünnte Yen-Carry-Trade senden klare Signale.
Die globale Liquidität trocknet aus. Das ist Gift für riskante Assets – und Bitcoin steht da ganz oben auf der Liste. Gold hingegen? Allzeithoch. Silber? Richtung dreistellig. Das spricht Bände.
Was ich jetzt (nicht) mache
Ich kaufe aktuell nichts dazu. Weder Bitcoin noch Altcoins. Warum? Weil mir das echte Max-Pain-Szenario noch fehlt. Die Stimmung ist gedrückt, ja. Aber Panik? Echte Kapitulation? Die Rufe „Bitcoin ist tot“? Fehlanzeige.
Viele Altcoins halten sich noch erstaunlich gut – zu gut, wenn man mich fragt. Ethereum (ETH) bei 3.000 Dollar, Solana (SOL) bei 127 Dollar – das ist nicht günstig, gemessen an der Unsicherheit.
Ich halte meine Sparpläne am Laufen – Bitcoin, ETFs, Edelmetalle. Aber manuell kaufe ich nicht zu. Ich warte, bis die echten Tiefpunkte kommen.
Wenn Altcoins ihre „Wicks“ vollständig ausfüllen, wenn alle schreien „Jetzt geht’s auf Null“, dann bin ich wieder da. Dann kaufe ich. Bis dahin: Abwarten. Beobachten. Und keine FOMO.
Die Märkte stehen zwischen zwei Szenarien. Ein echter Crash oder nur eine gesunde Korrektur? Ich weiß es nicht – und niemand sonst weiß es sicher. Genau deshalb bleibe ich ruhig.
Mein Ziel ist es nicht, den Tiefpunkt zu erwischen, sondern rational zu handeln. Und das heißt: Jetzt nichts überstürzen.
Bleibt fokussiert – und lasst euch nicht rausschütteln.
Du willst wissen, wann ich wieder kaufe – und warum?
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