Foto: Jaytrading/YouTube
In der Welt der Kryptowährungen geht es oft hoch her – und mit jeder Bewegung des Charts wächst auch das emotionale Auf und Ab. Ich bekomme immer wieder dieselbe Frage gestellt:
„Wie schaffst du es, beim Investieren nicht emotional zu werden?“
Ganz ehrlich? Das war bei mir auch mal anders. Ich war überinvestiert, nervös, schlaflos – emotional komplett ausgeliefert dem Markt. Heute bin ich an einem Punkt, an dem ich zu 90 % rational handeln kann. Wie ich das geschafft habe? Hier sind meine vier wichtigsten Learnings.
Investiere nur, was du bereit bist zu verlieren
Der häufigste Grund, warum wir emotional reagieren: Wir haben zu viel investiert. Wenn ein Coin fällt und du Panik bekommst, liegt es meistens daran, dass du zu viel Geld in dieses Asset gesteckt hast. Ich habe das selbst erlebt.
Als ich vor ein paar Jahren einen großen Teil meines Portfolios in einen Altcoin gesteckt hatte, war ich bei jedem Dip komplett gestresst. Heute mache ich das anders.
In VRA bin ich aktuell deutlich im Minus – stört mich aber kein bisschen, weil diese Positionen nur 1 % oder weniger meines Portfolios ausmachen. Ein anderes Beispiel: CRO war ebenfalls ein kleiner Teil meines Portfolios.
Doch als der Coin sich plötzlich verzehnfacht hat und auf einmal 7–8 % meines Gesamtportfolios ausmachte, habe ich sofort Profite mitgenommen. Warum? Weil ich wusste, dass mich ein Absturz von z. B. 50.000 € emotional wieder zu stark treffen würde. Ich habe verkauft – rational, nicht emotional.
Beschäftige dich mit der Psychologie hinter dem Investieren
Investieren ist nicht einfach nur Geld rein und hoffen, dass es steigt. Investieren ist Psychologie. Ich habe selbst früher Nächte durchgemacht, nur weil mein Portfolio um 10 % gefallen ist. Ich war überfordert mit Verlusten, konnte Gewinne nicht genießen – und das lag nicht an der Marktbewegung, sondern an mir.
Was mir geholfen hat? Lesen. Lernen. Verstehen. Bücher wie „Die Psychologie des Geldes“ oder „Die Trading-Psychologie“ von Norman Welz haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, meine Emotionen zu verstehen.
Heute lese ich jeden Monat mindestens ein Buch zum Thema Mindset oder Finanzpsychologie. Nicht, um den nächsten „Geheimtipp“ zu finden – sondern, um mein Denken langfristig zu verändern.
Denke langfristig – nicht in Tagen, sondern in Jahrzehnten
Viele Leute flippen aus, wenn Bitcoin (BTC) von 124k auf 108k fällt. Für mich? Uninteressant. Warum? Weil ich langfristig denke. Ich frage mich nicht, wo BTC nächste Woche oder nächsten Monat steht. Ich frage mich, wo ich in 20 Jahren stehen will – und wie Krypto ein Teil davon sein kann.
Meine Portfolios – ob Krypto, ETFs oder Edelmetalle – sind zu 85 % langfristig aufgestellt. Klar, ich habe auch spekulative Altcoins oder Einzelaktien. Aber das ist Spielgeld. Wenn’s gut läuft, freue ich mich. Wenn’s floppt, tut’s mir nicht weh.
Diese langfristige Denkweise macht mich automatisch ruhiger, rationaler, disziplinierter. Wenn du mit der Einstellung reingehst, dass du morgen reich sein willst, wirst du emotional handeln – und meistens verlieren. Willst du wirklich rational werden? Dann musst du langfristig denken. Punkt.
Automatisiere so viel wie möglich
Wenn du dir selbst nicht traust – dann nimm dich selbst aus dem Spiel. Ich habe Sparpläne aufgesetzt, die automatisch kaufen – unabhängig vom Preis. Kein Grübeln mehr:
„Soll ich jetzt kaufen oder warten?“
Ich nutze Trading-Bots, die rational nach festen Regeln kaufen, nachkaufen oder verkaufen. Kein Stress, kein FOMO, keine Panik. Automatisierung nimmt dir Entscheidungen ab – und damit auch die Emotionen. Du musst nicht jedes Mal neu überlegen, ob du etwas tun sollst. Die Entscheidung wurde bereits getroffen, das System läuft.
Natürlich wirst du nie zu 100 % wie ein Roboter sein. Aber du kannst das System so bauen, dass du in 90 % der Fälle gar nicht erst emotional reagieren musst.
Rational handeln ist möglich – wenn du dich veränderst
Ich bin nicht perfekt. Auch ich werde emotional, wenn plötzlich hohe Summen auf dem Spiel stehen. Aber ich habe Wege gefunden, damit umzugehen – und zwar aktiv. Weniger investieren, als ich bereit bin zu verlieren. Wissen aufbauen. Langfristig denken. Prozesse automatisieren.
Das hat mir geholfen, ruhiger zu werden. Und vor allem: erfolgreicher.
Wenn du aktuell noch in dieser Spirale steckst – ständig emotional, unsicher, überfordert – dann fang genau hier an. Du musst nicht perfekt sein, aber du kannst jeden Tag etwas besser werden. Schau auf meinem YouTube-Kanal vorbei, dort findest du noch mehr Tipps, Insights und Strategien, die dir helfen, rationaler zu investieren und langfristig erfolgreich zu sein.