Foto: Jaytrading / YouTube
Bitcoin (BTC) hat zuletzt wieder Stärke gezeigt und die Marke von 70.000 US-Dollar zurückerobert. Zeitweise lag der Kurs sogar fast bei 71.000 Dollar, nachdem zuvor im Bereich zwischen 65.000 und 66.000 Dollar eine starke Unterstützung gehalten hat.
Für mich ist das zunächst ein positives Signal, da der bullische Aufbau weiterhin intakt bleibt. Dennoch fehlt noch der entscheidende Ausbruch über das letzte lokale Hoch. Erst wenn dieses Level nachhaltig überschritten wird, halte ich einen Anstieg in Richtung 78.000 bis 82.000 Dollar für realistischer.
Aktuell befinden wir uns daher in einer Übergangsphase: Die Struktur bleibt zwar bullisch, aber eine klare Bestätigung fehlt noch. Deshalb beobachte ich den Markt momentan genau, ohne neue Positionen überstürzt zu eröffnen.
Ölpreis stürzt historisch ab
Während Bitcoin Stabilität zeigt, hat der Ölmarkt eine extreme Bewegung erlebt. Nach einem schnellen Anstieg kam es zu einem massiven Einbruch: Innerhalb eines Tages fiel der Ölpreis um 32 Prozent – der stärkste Rückgang der Geschichte.
Zuvor hatten wir noch zwei der größten Wochenkerzen überhaupt gesehen. Genau deshalb hatte ich empfohlen, Gewinne mitzunehmen, sobald der Preis über 100 Dollar steigt. Wer später noch Long gegangen ist, dürfte vom Absturz hart getroffen worden sein.
Der Ölpreis liegt aktuell wieder bei rund 85 Dollar, doch die Lage bleibt unsicher. Besonders wichtig bleibt die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels laufen. Politische Entwicklungen dort können jederzeit neue Marktbewegungen auslösen.
Geopolitik sorgt für zusätzliche Unsicherheit
Für weitere Spannungen sorgen politische Überlegungen aus den USA. Berichten zufolge erwägt Donald Trump, mehr Kontrolle über die Straße von Hormus zu erlangen, um wichtige Öltransportrouten zu sichern.
Sollten die USA tatsächlich stärkeren Einfluss auf diese Region bekommen, hätte das große Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt. Wer diese Meerenge kontrolliert, besitzt enorme Macht über den weltweiten Ölfluss.
Für den Ölmarkt bedeutet das vor allem eines: extreme Volatilität. Aktuell wirkt der Markt fast wie ein Memecoin – schnelle Pumps und ebenso schnelle Dumps. Deshalb halte ich mich mit neuen Öl-Trades derzeit eher zurück.
Warum ich weiterhin Geduld habe
Trotz der Bitcoin-Erholung bleibe ich vorsichtig. Sollte der Kurs in den Bereich zwischen 78.000 und 82.000 Dollar steigen, sehe ich dort eine mögliche Zone für eine größere Korrektur.
Auch in den Aktienmärkten sehen wir starke Gegenbewegungen. Der S&P 500 legte zuletzt an einem Tag über 200 Punkte zu – ein typisches Zeichen für volatile Marktphasen.
Langfristig rechne ich daher weiterhin mit einer weiteren Korrektur, bevor ein echtes Tief entsteht. Eine nachhaltige Trendwende erwarte ich eher in der zweiten Jahreshälfte.
Für mich bedeutet das aktuell vor allem Geduld: Ich halte bewusst Cash zurück, lasse Sparpläne weiterlaufen und warte auf eine klare Marktentscheidung.
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