Stephanie Morgenroth Stephanie Morgenroth
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Bitcoin im Alltag – klingt gut, funktioniert aber selten

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Foto: MissCrypto/YouTube

Ich habe euch gefragt – und eure Antworten waren eindeutig: Die meisten von euch nutzen Bitcoin (BTC) nicht im Alltag, sondern betrachten es klar als Wertspeicher. Und ich muss sagen: Diese Einschätzung teile ich.

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Bitcoin im Alltag? Für viele noch unvorstellbar

In meiner Umfrage auf X haben 49 % angegeben, dass sie Bitcoin nicht für alltägliche Zahlungen nutzen würden – etwa im Supermarkt oder beim Online-Shopping. Weitere 30 % würden BTC nur im Notfall einsetzen. Lediglich 17 % von euch nutzen Bitcoin regelmäßig für alltägliche Transaktionen.

Auch auf LinkedIn war das Bild ähnlich – gerade mit Blick auf Unternehmen. 63 % sehen Bitcoin dort ausschließlich als Investment, nur ein Drittel als mögliche Zahlungsalternative.

Die Gründe dafür? Ganz klar:

  • Volatilität
  • fehlende Infrastruktur
  • steuerliche und technische Hürden
  • der Wunsch, BTC langfristig zu halten

Und ganz ehrlich: Ich kann das gut nachvollziehen. Warum sollte ich ein Asset ausgeben, das tendenziell im Wert steigt – während der Euro durch Inflation kontinuierlich an Kaufkraft verliert?

Bitcoin ist für viele digitaler Wertspeicher – kein Zahlungsmittel

Was mich besonders interessiert hat: Wie steht es eigentlich um Länder, in denen Bitcoin offizielles Zahlungsmittel ist – zum Beispiel El Salvador?

Auch dort zeigt sich: Nur etwa 1 % der Bevölkerung nutzt Bitcoin regelmäßig für Zahlungen. Viele haben es mal ausprobiert, aber die dauerhafte Nutzung ist verschwindend gering. Studien belegen, dass Bitcoin auch dort in erster Linie als Vermögensspeicher und Investment wahrgenommen wird.

Und das deckt sich mit den globalen Trends: In Deutschland, Europa, UK oder auch den USA ist die tägliche BTC-Nutzung oft im Promillebereich. Gleichzeitig ist die allgemeine Krypto-Adoption (also Nutzung von Börsen, DeFi, Web3) deutlich weiter – aber das ist eben nicht dasselbe wie „damit zu bezahlen“.

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Adoption ≠ Zahlung

Was mir besonders wichtig ist: Wir müssen zwischen Adoption und alltäglicher Nutzung als Zahlungsmittel unterscheiden. Die Zahl der Krypto-Nutzer weltweit steigt rasant – aber das heißt nicht, dass wir alle morgen mit Bitcoin unseren Kaffee bezahlen.

Viele – mich eingeschlossen – sehen BTC als digitales Gold: ein wertstabiles Asset, das man hält, nicht ausgibt. Gerade nach dem jüngsten Allzeithoch bei 123.000 USD am Montag ist das Buy-and-Hold-Mindset wieder besonders stark. Und selbst bei einem Rücksetzer bleibt das übergeordnete Bild bullisch.

Die Longterm-Holder verkaufen nicht – im Gegenteil, viele versuchen jetzt, noch mehr BTC aufzustocken, bevor es für sie endgültig zu teuer wird, um einen ganzen Bitcoin zu besitzen.

Alternative: Stablecoins & Altcoins im Alltag

Wenn es um echte Zahlungen geht, bringen viele von euch andere Coins ins Spiel:

  • Stablecoins wie USDC und USDT – wegen der Stabilität
  • Litecoin (LTC) oder XRP – wegen der Geschwindigkeit und geringen Gebühren

Das ergibt auch Sinn. Wer mit Krypto zahlen will, aber nicht auf Kursgewinne verzichten möchte, nutzt lieber Coins mit stabilerem Wert oder schnellerer Infrastruktur.

Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben – aber nicht für den Einkauf

Bitcoin ist längst mehr als eine digitale Spielerei – aber im Alltag nutzen es die wenigsten zum Bezahlen. Dafür gibt es zu viele praktische, steuerliche und psychologische Hürden. Und ganz ehrlich: Auch ich sehe BTC als langfristige Wertanlage, nicht als Währung für den Alltag.

Aber: Die Adoption schreitet voran – jeden Tag. Und vielleicht, in 5 bis 10 Jahren, sieht das schon ganz anders aus. Bis dahin bleibe ich dabei: Bitcoin ist mein Wertspeicher – und Stablecoins sind mein digitales Bargeld.

Du willst mehr Insights rund um Bitcoin, Altcoins & Krypto-Adoption? Dann schaue auf meinem YouTube-Kanal vorbei – dort gibt’s regelmäßig Analysen, Markt-Updates und ehrliche Einschätzungen direkt aus der Praxis.

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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