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Anlysten warnen vor Short-Exzess: Mögliche Trendwende für Bitcoin?

Anlysten warnen vor Short-Exzess: Mögliche Trendwende für Bitcoin?

Foto: Jose Mario Bertero/Shutterstock

Der Bitcoin-Markt sendet derzeit ein auffälliges Signal aus dem Derivatesegment. Die Funding Rates für Bitcoin (BTC) auf der Handelsplattform Binance sind tief in den negativen Bereich gefallen. Damit mehren sich Hinweise darauf, dass ein außergewöhnlich hoher Anteil der Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzt – ein Zustand, der historisch nur selten erreicht wird und erhöhte Aufmerksamkeit verdient.

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Funding Rates als Stimmungsbarometer

Funding Rates sind ein zentrales Instrument, um die Positionierung im Futures-Markt zu analysieren. Sie geben an, welche Seite – Long oder Short – die andere finanziell ausgleicht.

Laut dem On-Chain-Analysten Darkfost ist dabei entscheidend, die Besonderheiten der Binance-Formel zu verstehen. Auf Binance liege der neutrale Wert nicht bei 0, sondern aufgrund der Berechnungsformel bei +0,01%. Alles darunter zeige demnach bereits Short Druck an.

Mit dem aktuellen Niveau von rund minus 0,0045, liegt Bitcoin deutlich unter diesem neutralen Bereich. Der Markt ist damit klar zugunsten von Short-Positionen verschoben. Für Beobachter der Bitcoin-Nachrichten ist das ein relevantes Detail, da extreme Positionierungen oft nicht lange Bestand haben.

Funding rates Binance - @Darkfost_Coc auf X (ehemals Twitter)
Funding rates Binance – Quelle: @Darkfost_Coc auf X (ehemals Twitter)

Historisch seltene Extremzone

Zwar befindet sich der übergeordnete Trend seit Monaten in einer schwächeren Phase, doch Darkfost betont, dass erst jetzt ein echter Überhang entstanden sei.

„Heute erreichen die Funding Rates auf Binance klar eine Extremzone und signalisieren eine starke Anhäufung von Short-Positionen”, so der Analyst.

Auch die deutsche Krypto-Influencerin MissCrypto sieht darin ein Warnsignal, für die Bären. Sie spricht von einem „massiven bärischen Konsens” und verweist darauf, dass das Chancen-Risiko-Verhältnis für weitere Short-Wetten zunehmend unattraktiv werde. In der Vergangenheit kam es in ähnlichen Phasen häufig zu sogenannten Short Squeezes, bei denen steigende Kurse Short-Positionen zur Eindeckung zwingen.

„Die Abwärtsbewegung wirkt strukturell erschöpft, der Weg des geringsten Widerstands führt jetzt eher nach oben (Squeeze).” so MissCrypto auf X.

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Wichtige Kursmarken im Blick

Trotz der auffälligen Daten mahnt Darkfost zur Zurückhaltung. Negative Funding Rates seien kein direktes Kauf- oder Verkaufssignal. Entscheidend bleibe eine saubere technische Einordnung. Als relevante Zonen nennt er insbesondere den Bereich um 74.000 US-Dollar sowie die Unterstützung bei 69.000 US-Dollar.

Relevanz für den Kryptomarkt

Für Anleger im Kryptomarkt zeigt das aktuelle Beispiel vor allem eines: Extreme Einseitigkeit ist selten stabil. Die stark negativen Funding Rates bei Bitcoin könnten das mögliche Ende einer überfüllten Short-Phase markieren. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende entsteht, bleibt offen – kurzfristig jedoch spricht vieles für erhöhte Wachsamkeit statt blinden Pessimismus.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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