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Experten und Marktforscher warnen vor einem wachsenden Problem in der Kryptowelt. Es kommen so viele neue Coins auf den Markt, dass der Wert des gesamten Sektors ausgehöhlt wird. Der Preis eines Coins sagt dadurch immer weniger darüber aus, wie gut das dahinterstehende Projekt tatsächlich abschneidet.
Kurz zusammengefasst
- Experten sehen ein strukturelles Problem: Es entstehen mehr neue Krypto-Coins als Wert geschaffen wird, was den gesamten Markt schwächt.
- Mehr als 80 Prozent der neuen Kryptoprojekte notieren unter ihrem Einführungspreis. Innerhalb von drei Monaten beträgt der Verlust häufig bereits 50 bis 70 Prozent.
- Anleger verlieren dadurch das Interesse an neuen Coins und investieren lieber in Aktien börsennotierter Kryptounternehmen.
Mehr Altcoins, weniger Wert
Die Zahlen sind eindeutig. Aus einer Untersuchung von DWF Labs geht hervor, dass über 80 Prozent der neuen Kryptoprojekte seit ihrem Start im Minus liegen. Im Durchschnitt verlieren diese Token innerhalb von drei Monaten 50 bis 70 Prozent ihres Wertes.
Laut Michael Ippolito, Mitgründer des Analyseunternehmens Blockworks, liegen die meisten Coins sogar 80 Prozent unter ihrem Allzeithoch. „Der durchschnittliche Coin steht heute nur knapp höher als im Jahr 2020 und hat sich seit 2021 im Wert halbiert“, stellt er fest. Die Gewinne am Markt stammen dadurch fast ausschließlich von einer kleinen Gruppe großer, bekannter Krypto-Coins.
Chart 5: Price return per token.
The median price return here says it all.
Tokens are down ~80% from their peaks.
And finally, for my revenue meta enjoyoors, let’s look at the fundamentals. pic.twitter.com/HNCHPENZaD
— Mippo 🟪 (@MikeIppolito_) April 4, 2026
Krypto-Experten schlagen Alarm
Der nicht abreißende Strom neuer Coins erzeugt einen Verwässerungseffekt, da der gesamte Marktwert von Krypto nicht im gleichen Maß wächst. Ippolito bezeichnet dies als „ein existenzielles Problem für die Branche“. Da das gesamte Kapital auf immer mehr Projekte verteilt werden muss, sinkt der durchschnittliche Wert pro Coin.
Ein wesentlicher Grund liegt in der Art, wie neue Token auf den Markt kommen. Viele Projekte verteilen kostenlose Token über sogenannte Airdrops. Zudem erhalten Frühinvestoren häufig erst nach einer bestimmten Sperrfrist Zugang zu ihren Coins.
Dies führt unmittelbar zu einem großen Angebot am Markt. Viele Empfänger und Frühinvestoren verkaufen ihre Token sofort, was den Preis weiter nach unten drückt. Die Folge: Viele neue Coins erreichen ihren Höchststand bereits innerhalb eines Monats.
Durch diesen Trend verlagern Anleger ihre Aufmerksamkeit. Statt in neue Altcoins zu investieren, entscheiden sie sich häufiger für Aktien börsennotierter Kryptounternehmen.
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