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Immer häufiger erscheinen gefälschte Anzeigen bekannter Kryptoplattformen ganz oben bei Google. Diese Anzeigen wirken echt, leiten Nutzer jedoch auf betrügerische Websites, auf denen Kryptowährungen direkt gestohlen werden. Nun zeigt sich, dass Betrüger auf diese Weise bereits fast 343.000 Euro über nachgeahmte Anzeigen der Kryptoplattform Uniswap erbeutet haben.
Laut dem Kryptojournalisten Wu Blockchain kursieren derzeit mehrere Fake-Websites, die sich als die beliebte dezentrale Kryptobörse Uniswap ausgeben. In einer Warnung auf X beschreibt er, wie Opfer über gesponserte Suchergebnisse Geld verlieren. Die Betrüger sollen inzwischen Ethereum im Wert von Hunderttausenden Euro eingesammelt haben.
Gefälschte Krypto-Anzeigen verursachen großen Schaden
Die Anzeigen erschienen als gesponserte Ergebnisse in der Google-Suche und sahen der echten Website von Uniswap, einer beliebten Plattform für den Handel mit Kryptowährungen, nahezu identisch.
Nutzer, die ihre Wallet mit der gefälschten Website verbanden, sahen anschließend, wie ihre Kryptowährungen an Adressen der Angreifer verschwanden.
Die Web3-Marketerin Stacy Muur bezeichnet das Problem als gravierend und sagt, Google gehe seit Jahren nicht ausreichend dagegen vor.
Ihr zufolge werden gefälschte Ergebnisse regelmäßig sogar über den echten Websites platziert, wodurch viele Nutzer unbemerkt in die Falle tappen.
„Es ist verrückt, dass Google dieses Problem seit Jahren ignoriert, während gefälschte Links immer häufiger über echten Links platziert werden und Nutzer dadurch immer mehr Geld verlieren.“
Forscher der Security Alliance, auch bekannt als SEAL, beobachten seit März einen starken Anstieg solcher Phishing-Angriffe. Kriminelle kaufen Werbeflächen oder kapern bestehende Werbekonten, um glaubwürdige Kampagnen aufzusetzen. Dabei nutzen sie ausgeklügelte Tricks, um Googles Sicherheitssysteme zu umgehen.
SEAL gibt an, allein im vergangenen Jahr Hunderte schädliche Anzeigenlinks blockiert zu haben. In einigen Fällen verlieren Opfer innerhalb weniger Minuten den gesamten Inhalt ihrer Wallet, nachdem sie sich mit einer nachgebauten Website verbunden haben.
Weltweiter Kampf gegen Krypto-Betrug nimmt zu
Der Fall rund um Uniswap ist kein Einzelfall. Anfang dieses Monats wurde in Europa ein großes Netzwerk von Krypto-Betrügern zerschlagen, das mehr als 50 Millionen Euro erbeutet haben soll.
Bei einer gemeinsamen Operation europäischer Behörden wurden zehn Verdächtige festgenommen. Ermittlern zufolge agierten die Kriminellen aus Callcentern in Albanien, wo Mitarbeiter sich als Anlageberater ausgaben.
Opfer wurden über Anzeigen in sozialen Medien und Suchmaschinen auf Fake-Plattformen gelockt.
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