Foto: Dogora Sun (Shutterstock)
Die Kryptobörse Kraken hat diese Woche einen Schritt in Richtung des traditionellen Finanzsystems gemacht. Das Unternehmen erhielt Zugang zu einem sogenannten Master Account bei der Federal Reserve. Damit kann die Krypto-Bank das Zahlungssystem der amerikanischen Zentralbank direkt nutzen.
Die Entscheidung sorgt jedoch sofort für scharfe Kritik aus dem etablierten Bankensektor, der den Beschluss als riskant bezeichnet.
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Kraken erhält Zugang zum Federal-Reserve-Master-Account
Die Genehmigung kommt von der Federal Reserve Bank of Kansas City, einer der Regionalbanken innerhalb des amerikanischen Zentralbanksystems. Mit einem sogenannten Master Account kann ein Finanzinstitut Transaktionen direkt über die Infrastruktur der Zentralbank abwickeln. Für Banken ist ein solches Konto nahezu unverzichtbar, um auf nationaler Ebene zu operieren.
Laut Kraken stellt die Genehmigung einen wichtigen Meilenstein für Krypto-Unternehmen dar, die enger mit dem traditionellen Finanzsystem zusammenarbeiten möchten. Es ist das erste Mal, dass eine Krypto-Bank ein solches Konto bei der Federal Reserve erhält.
Der Zugang ist jedoch eingeschränkt. So kann Kraken beispielsweise keine Zinsen auf Reserven erhalten, die bei der Zentralbank gehalten werden. Das entspricht dem Konzept eines sogenannten „Skinny“ Master Accounts.
Dieser Kontotyp wurde kürzlich als Möglichkeit vorgeschlagen, innovativen Finanzinstituten schneller Zugang zum Zahlungssystem der Fed zu verschaffen – jedoch mit eingeschränkteren Funktionen als bei einem vollständigen Konto.
Für die Krypto-Branche ist es dennoch ein wichtiger Durchbruch. Verschiedene Krypto-Banken versuchen seit Jahren, eine solche Genehmigung zu erhalten, bisher ohne Erfolg.
Banken reagieren wütend
Der traditionelle Bankensektor reagierte nahezu sofort scharf auf die Nachricht. Verschiedene Branchenverbände erklären, dass die Zentralbank damit einen gefährlichen Präzedenzfall schafft.
Laut den Independent Community Bankers of America birgt die Entscheidung Risiken, da Krypto-Institute nicht vollständig denselben Aufsichtsregeln unterliegen wie reguläre Banken. Laut CEO Rebeca Romero Raine sind mit der Ausweitung des direkten Zugangs zur Federal Reserve für Institute, die außerhalb der traditionellen Bankenaufsicht operieren, erhebliche Risiken verbunden.
Auch das einflussreiche Bank Policy Institute, das unter anderem große Banken wie JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und Goldman Sachs vertritt, äußerte scharfe Kritik. Laut der Lobbygruppe greift die Zentralbank ihrem eigenen Grundsatzprozess rund um die Einführung des „Skinny“ Master Account-Programms vor.
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