Krypto-Crash: CEO fordert Untersuchung nach Milliarden-Liquidationen

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Aktualisiert am 12. Okt. 2025, 14:12

Der Krypto-Crash vom Freitagabend hat für große Aufregung gesorgt: Innerhalb weniger Stunden wurden rund 20 Milliarden US-Dollar an Positionen liquidiert – eine Summe, die das Zehnfache der Liquidationen während der COVID-19- und FTX-Krisen darstellt.

Doch laut einem bekannten Branchenführer sind nicht alle Verluste auf Fehler der Trader zurückzuführen – er fordert nun eine offizielle Untersuchung der beteiligten Kryptobörsen.

Liquidationen größer als je zuvor

Der Analyst Quinten François bezifferte den Gesamtschaden auf 19,31 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Während der COVID-Crash wurden etwa 1,2 Milliarden US-Dollar liquidiert, beim Kollaps der FTX-Börse waren es 1,6 Milliarden US-Dollar.

Besonders besorgniserregend: Viele Händler konnten ihre Positionen nicht mehr manuell schließen – einige Börsenplattformen versagten in entscheidenden Momenten.

Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, fordert nun behördliche Untersuchungen – insbesondere bei den Börsen mit den höchsten Liquidationssummen. Er vermutet technische Fehler oder sogar Fehlverhalten: Preise sollen verspätet aktualisiert worden sein, Positionen konnten nicht rechtzeitig angepasst oder geschlossen werden.

Besonders im Fokus steht Hyperliquid mit 10,31 Milliarden Dollar an Liquidationen, gefolgt von Bybit (4,65 Milliarden) und Binance (2,41 Milliarden).

Binance räumt Fehler ein – erste Entschädigungen angekündigt

Die Börse Binance hat bereits auf die Vorwürfe reagiert: Man habe technische Probleme mit Assets wie USDe, BNSOL und WBETH festgestellt, was zu Zwangsliquidationen geführt habe. Diese Fälle würden nun einzeln überprüft und gegebenenfalls entschädigt.

Ein Händler mit dem Pseudonym "CoinMamba" berichtete auf X, dass Binance fälschlicherweise seine Short-Position liquidiert, aber die Long-Position offengelassen habe – mit Totalverlust als Folge.

Binance-Mitgründerin Yi He kündigte an, nachweislich betroffene Fälle zu kompensieren. Verluste durch Marktvolatilität oder nicht realisierte Gewinne seien jedoch ausgeschlossen.

Wie viele Händler tatsächlich betroffen sind, ist bislang unklar. Viele erwarten morgen neue Turbulenzen bei Bitcoin (BTC) & Co – denn wenn die traditionellen Börsen wieder öffnen, könnte es am Kryptomarkt erst richtig losgehen.

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