Der europäische Kryptomarkt verändert sich rasant unter dem Einfluss der neuen EU-Gesetzgebung. Während der Dutch Blockchain Week erklärten Bitvavo und Treasury, wie sie sich an strengere Vorschriften anpassen und darin zugleich Chancen für einen stärker regulierten Markt sehen.
Zusammengefasst
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Neue EU-Vorschriften (MiCA) schaffen mehr Klarheit für den Kryptomarkt. Einige Unternehmen können die Anforderungen nicht erfüllen und verlassen den Markt.
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Bitvavo und Treasury setzen auf eine verlässliche und transparente Arbeitsweise, um das Vertrauen von Kunden und institutionellen Investoren zu gewinnen.
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Die neuen Regeln werden als Chance gesehen, zum größten Anbieter Europas aufzusteigen.
Neue Vorschriften sorgen für Klarheit
Der europäische Kryptomarkt steht durch das neue MiCA-Gesetz (Markets in Crypto-Assets) vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Vorschriften schaffen Rechtssicherheit für Kryptounternehmen und haben unmittelbare Auswirkungen auf die Branche.
Die Frist endet am 1. Juli. Bis dahin müssen alle Kryptoanbieter die neuen Anforderungen erfüllen, wobei viele Unternehmen noch vor Herausforderungen stehen.
„Es gibt noch eine Übergangsfrist von einer Woche, daher wird sich zeigen, welche Unternehmen am Ende bestehen bleiben“, sagt Ramin Kader, Direktor bei Bitvavo.
Nicht alle Unternehmen können die strengen Anforderungen erfüllen, weshalb einige ihre Geschäftstätigkeit bereits eingestellt haben. Ein Beispiel ist das Unternehmen Knaken aus Rotterdam.
Für Unternehmen, die weitermachen – wie Bitvavo – spielt der Standort eine wichtige Rolle. Das Unternehmen entschied sich bewusst für eine Lizenz in den Niederlanden, da das Land für seine verlässliche Finanzaufsicht bekannt ist.
Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg
Um das Vertrauen des Marktes zu gewinnen, setzen die Unternehmen auf eine starke und transparente Organisationsstruktur. Bitvavo verwahrt die Gelder seiner Kunden beispielsweise seit der Gründung in einer separaten Stiftung und damit vollständig getrennt vom eigenen Unternehmensvermögen.
„Die Guthaben unserer Nutzer können wir nicht anfassen“, betont Kader.
Auch Treasury, das sich als europäischer Konkurrent des US-Unternehmens Strategy positionieren möchte, setzt auf eine solide Unternehmensstruktur. Das Unternehmen verfügt über einen Beirat mit bekannten Investoren wie den Winklevoss-Brüdern sowie über einen offiziellen Aufsichtsrat.
Blick in die Zukunft
Nachdem die regulatorischen Rahmenbedingungen nun klar sind, richten die Unternehmen ihren Blick nach vorn. Bitvavo, das bereits für rund die Hälfte der direkten Euro-zu-Krypto-Transaktionen in Europa verantwortlich ist, möchte sich zu einer umfassenden Investmentplattform entwickeln.
„Wir wollen das zentrale Eingangstor für Nutzer sein, die nicht nur in Kryptowährungen, sondern auch in Aktien und andere Wertpapiere investieren möchten“, sagt Kader.
Treasury verfolgt das Ziel, innerhalb von drei bis fünf Jahren zum größten Anbieter Europas für Unternehmen zu werden, die ihr Vermögen in Bitcoin verwalten. Das Unternehmen betrachtet Bitcoin als „digitales Gold“ und möchte diesen Vermögenswert gezielt für seine Kunden einsetzen.
Meijer zeigt sich optimistisch für die Zukunft und sieht die steigende Inflation als einen „gewaltigen Katalysator“, der den Bitcoin-Kurs „mit Sicherheit auf über 100.000“ treiben könne.






