Foto: Max Acronym/Shutterstock
Balancer Labs, das Unternehmen hinter der Krypto-Plattform Balancer (BAL), zieht nach einem schweren Hack und anhaltenden Problemen den Stecker. Im vergangenen November konnten sogenannte „White-Hat“-Hacker die Plattform in letzter Minute noch retten.
Balancer selbst verschwindet jedoch nicht. Die Plattform bleibt bestehen, wird aber ohne das Unternehmen weitergeführt. Stattdessen geht sie vollständig in die Hände der Community über.
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Kurz zusammengefasst
- Balancer Labs stellt den Betrieb aufgrund finanzieller und rechtlicher Probleme nach einem Hack von 116 Millionen US-Dollar ein.
- Zuvor konnte eine Gruppe von Hackern die Plattform vor noch größeren Schäden bewahren.
- Der Gesamtwert auf der Plattform fiel von 3,3 Milliarden auf 158 Millionen US-Dollar.
- Balancer wird in abgespeckter Form unter der Verwaltung der DAO und einer Stiftung weitergeführt.
Hack setzt Plattform massiv unter Druck
Balancer geriet stark unter Druck nach einem Hack, bei dem 116 Millionen US-Dollar verschwanden. Innerhalb kurzer Zeit wurden große Mengen an Kryptowährungen aus verschiedenen Liquiditätspools abgezogen, was das Vertrauen erheblich beschädigte.
Die Auswirkungen waren enorm: Der gesamte auf der Plattform gebundene Wert (TVL) brach von 3,3 Milliarden US-Dollar auf nur noch 158 Millionen US-Dollar ein. Gleichzeitig sah sich das Unternehmen mit rechtlichen Risiken und wachsendem finanziellem Druck konfrontiert.
Laut Gründer Fernando Martinelli lag das Problem tiefer.
Die Plattform funktionierte technisch, doch das Geschäftsmodell dahinter nicht. Es wurde zu viel Geld für die Gewinnung von Nutzern ausgegeben, während die Einnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben. In einem Statement erklärte er unter anderem:
Nach sorgfältiger Überlegung habe ich beschlossen, Balancer Labs abzuwickeln. Dies ist keine Entscheidung, die ich leichtfertig treffe. BLabs war die ursprüngliche Heimat dieses Protokolls, die Organisation, die die Idee entwickelt, die frühe Entwicklung finanziert und Balancer zum Leben erweckt hat.
Die Realität ist jedoch, dass BLabs als Unternehmen mittlerweile eher eine Belastung als ein Vorteil für die Zukunft des Protokolls darstellt und in seiner aktuellen Form ohne Einnahmequellen nicht nachhaltig ist.
Hacker griffen ein
Bemerkenswert ist, dass eine Gruppe von Hackern zuvor eine positive Rolle spielte. Während eines früheren Angriffs griffen sie ein, um die Plattform vor noch größeren Verlusten zu schützen.
Als Schwachstellen ausgenutzt wurden und Gelder aus Pools verschwanden, gelang es diesen „White-Hat“-Hackern, schnell zu handeln und den Schaden zu begrenzen. Dadurch wurde verhindert, dass die Plattform vollständig kollabierte.
Solche Eingriffe sind in der DeFi-Welt nicht ungewöhnlich, wo ethische Hacker manchmal eingreifen, um Schwachstellen aufzudecken oder Gelder zu sichern, bevor böswillige Akteure dies tun.
Balancer macht ohne Unternehmen weiter
Trotz dieses Rettungsversuchs ist der Schaden für Balancer Labs zu groß. Das Unternehmen stellt den Betrieb ein und übergibt die Plattform an die Balancer Foundation und die DAO, in der die Token-Inhaber über die Richtung entscheiden.
Um zu überleben, muss Balancer stark verschlankt werden. Das Team wird verkleinert, die Ausgabe neuer BAL-Token gestoppt und die Einnahmestruktur angepasst, sodass die DAO finanziell gestärkt wird. Die Community stimmt derzeit über diese Pläne ab.
„Notwendiger Schritt für die Zukunft“
Trotz allem gibt es auch vorsichtigen Optimismus. Wenn der Übergang zur vollständigen Community-Verwaltung gelingt, könnte Balancer laut der Führung zu einer stärkeren und nachhaltigeren DeFi-Plattform werden. In seinem Statement sagte Gründer Martinelli dazu:
Das Problem ist nicht, dass Balancer nicht funktioniert. Das Problem ist, dass die wirtschaftliche Struktur rund um Balancer nicht richtig funktioniert. Und das ist lösbar.
Die Zukunft liegt nun vollständig in den Händen der DAO. Die kommende Abstimmung wird entscheiden, ob Balancer nach dieser turbulenten Phase tatsächlich einen Neustart schafft.
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