Google warnt Binance-Gründer: „Kriminelle wollen dich hacken“

2 Min. Lesedauer
10. Okt. 2025, 15:13

Changpeng "CZ" Zhao, Gründer von Binance, sorgt regelmäßig mit seinen Beiträgen auf X für Aufmerksamkeit. Dieses Mal teilt er eine auffällige Sicherheitswarnung von Google: Sein Account sei möglicherweise Ziel eines staatlich gesteuerten Hackerangriffs.

CZ veröffentlicht Google-Warnung

In typischer CZ-Manier nimmt er es mit Humor – und scherzt, dass möglicherweise die berüchtigte nordkoreanische Lazarus-Gruppe dahintersteckt. Doch wie ernst ist diese Warnung wirklich?

Viele Nutzer würden bei so einer Nachricht nervös werden – CZ bleibt gelassen. Mit einem Augenzwinkern kommentiert er:

„Ich bekomme diese Warnung von Google ab und zu. Weiß jemand, was das ist? Nordkorea, Lazarus? Nicht, dass auf meinem Account etwas Wichtiges wäre. Aber bleibt SAFU.“

Teil einer größeren Bedrohungslage

Die Warnung stammt von Googles Advanced Protection-Programm, das verdächtige Aktivitäten erkennt, die auf gezielte Hackerangriffe durch staatlich unterstützte Akteure hindeuten.

Solche Meldungen bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein Angriff im Gange ist – aber sie zeigen, dass das Konto im Visier professioneller Hacker steht, meist aus politischen oder finanziellen Motiven.

Auch wenn CZ das Ganze eher locker sieht, ist der Vorfall Teil eines größeren Trends: Prominente Persönlichkeiten der Kryptobranche werden immer häufiger Ziel von Cyberspionage. Gerade jemand wie CZ, der jahrelang die größte Krypto-Börse der Welt leitete, ist für Hacker ein lohnendes Ziel.

Sein Hinweis auf „SAFU“ (Secure Asset Fund for Users) – das Sicherheitsfondsprogramm von Binance – war eine humorvolle Anspielung auf seinen bekannten Leitsatz: „Funds are SAFU.“

Die Lazarus-Gruppe: Nordkoreas Cyberwaffe

Mit seiner scherzhaften Bemerkung über Nordkorea und die Lazarus Group spielte CZ auf eine der berüchtigtsten Hackergruppen der Welt an.

Die Lazarus-Gruppe wird für zahlreiche spektakuläre Krypto-Angriffe verantwortlich gemacht – darunter der Ronin Bridge-Hack auf Axie Infinity im Jahr 2022, bei dem rund 537 Millionen Euro gestohlen wurden.

Im Februar dieses Jahres sorgte sie erneut für Schlagzeilen: Mit dem Bybit-Hack, dem größten Krypto-Diebstahl aller Zeiten, wurden rund 1,2 Milliarden Euro in Ethereum (ETH) entwendet.

Zwar gibt es keine konkreten Beweise, dass CZ tatsächlich Ziel eines Angriffs war – doch die Bedrohungslage ist real. Google hatte bereits zuvor gewarnt, dass Krypto-Unternehmen zu den beliebtesten Zielen staatlich gesteuerter Hacker gehören – insbesondere aus Nordkorea, China und Russland.

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