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Banken zeigen massives Interesse an Stablecoins, sagt Zahlungsriese

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Banken zeigen Interesse an Stablecoins, sagt der Zahlungsriese

Foto: malgosia janicka/Shutterstock

Der bekannte Zahlungsdienstleister Stripe bemerkt ein zunehmendes Interesse von Banken an Stablecoins. Diese digitalen Münzen sind an bestehende Währungen wie den US-Dollar gekoppelt und bieten schnelle und günstige Transaktionsmöglichkeiten.

Laut Mitgründer John Collison ist es eindeutig. Stablecoins werden einen festen Platz im weltweiten Zahlungsverkehr einnehmen. Auch Banken nehmen das Thema inzwischen ernst und wollen wissen, wie Stablecoins in ihre Dienste integriert werden können.

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Stablecoins als neuer Standard für internationale Zahlungen

Stripe befindet sich inzwischen in Gesprächen mit verschiedenen Banken über die Integration von Stablecoins in ihr Standard-Dienstleistungspaket. Obwohl sich diese Gespräche noch in einem frühen Stadium befinden, erzählt Collison, dass Banken „sehr interessiert“ daran sind, wie Stablecoins in ihre Produkte aufgenommen werden können. Daraus wird deutlich, dass traditionelle Finanzinstitute die Technologie nicht länger ignorieren.

Das Interesse kommt nicht aus heiterem Himmel. Letzte Woche war unter Wallet und Börsen zu lesen, dass eine Gruppe amerikanischer Banken die Möglichkeit untersucht, gemeinsam eine gemeinschaftliche Stablecoin herauszubringen, um ihre eigenen Zahlungssysteme zu modernisieren.

Laut Collison ist das aktuelle Finanzsystem langsam und teuer, besonders wenn es um internationale Zahlungen geht. Transaktionen können Tage dauern und die zusätzlichen Kosten des Wechselkurses sind erheblich. Stablecoins bieten hier einen klaren Vorteil: direkte Zahlungen zu viel niedrigeren Kosten.

Stablecoins größer als Visa und Mastercard zusammen

Stripe sieht diese Entwicklung als wichtigen Bestandteil der Zukunft von Zahlungen und hat Anfang Mai Stablecoin-Konten in mehr als 100 Ländern eingeführt. Dies geschah nach der Übernahme des Unternehmens Bridge, das anschließend seine eigene Stablecoin USDB herausbrachte. Gemeinsam entwickelten sie ein Konto und eine Zahlungskarte in Zusammenarbeit mit Visa, womit Nutzer ihre Stablecoins direkt ausgeben können.

Der Siegeszug der Stablecoins ist bereits in vollem Gange. Der weltweite Stablecoin-Markt ist inzwischen rund 245 Milliarden Dollar wert. Große Namen wie Visa, PayPal und Société Générale haben bereits konkrete Schritte unternommen. Stripe schließt sich nun offiziell dieser Vorhut an.

In 2024 ist das Transaktionsvolumen von Stablecoins größer als das von sowohl Visa als auch Mastercard zusammen. Das unterstreicht, dass diese digitalen Währungen nicht mehr als Hype abgetan werden können. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass die geschäftliche Nutzung von Stablecoins erheblich zugenommen hat. So stiegen Business-to-Business-Transaktionen mit Stablecoins von 100 Millionen Dollar Anfang 2023 auf rund drei Milliarden Dollar Anfang 2025.

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Regulierung bleibt Stolperstein

Obwohl die Technologie bereit für den Einsatz ist, bleibt die Regulierung eine wichtige Hürde. Stripe betont, dass Regierungen und Aufsichtsbehörden schnell Klarheit schaffen müssen, sonst laufen Länder wie das Vereinigte Königreich Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten.

Die Europäische Union hat mit den Markets in Crypto-Assets (MiCA) Ende 2024 einen regulatorischen Rahmen aufgestellt. Im Vereinigten Königreich wird dagegen noch immer an einem gesetzlichen Rahmen gearbeitet und das kann laut Collison Unternehmen davon abschrecken, sich dort niederzulassen. Während die Vereinigten Staaten und die Europäische Union bereits klare Schritte unternommen haben, bleibt das Vereinigte Königreich in Beratungen und öffentlichen Konsultationen stecken.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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