Foto: PJ McDonnell / Shutterstock.com
Während Ethereum (ETH)-Mitgründer Vitalik Buterin auf ein weitgehend abgeschlossenes Krypto-Projekt hinarbeitet, betont Solana (SOL)-Gründer Anatoly Yakovenko, dass Solana sich ständig weiterentwickeln muss.
In seinen Worten ist kontinuierliche Erneuerung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um in einem sich rasant verändernden Kryptomarkt als Netzwerk zu überleben.
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Solana will nie „fertig“ sein
Yakovenko lehnt die Vorstellung eines „fertigen Netzwerks“ ab, das nach einer gewissen Zeit kaum noch angepasst wird. Seiner Ansicht nach führt Stillstand unweigerlich zur Irrelevanz.
Solana müsse sich kontinuierlich an neue technische Anforderungen sowie an die Bedürfnisse von Entwicklern und Nutzern anpassen. Dabei gehe es nicht darum, unaufhörlich neue Funktionen hinzuzufügen, sondern gezielte Verbesserungen vorzunehmen, die reale Probleme lösen.
I actually think fairly differently on this. Solana needs to never stop iterating. It shouldn’t depend on any single group or individual to do so, but if it ever stops changing to fit the needs of its devs and users, it will die.
It needs to be so materially useful to humans… https://t.co/itqr1b5az4
— toly 🇺🇸 (@toly) January 17, 2026
„Damit ein Protokoll nicht stirbt, muss es stets nützlich bleiben“, schreibt Yakovenko. „Das primäre Ziel von Protokolländerungen sollte es sein, ein Problem von Entwicklern oder Nutzern zu lösen.“
Gleichzeitig betont er, dass es ebenso wichtig sei, viele Ideen nicht umzusetzen. Selektivität sei entscheidend, um das Netzwerk übersichtlich und effizient zu halten.
Breite Entwicklerbasis statt zentraler Kontrolle
Ein weiterer zentraler Punkt in Yakovenkos Vision ist, dass die Weiterentwicklung von Solana nicht von einem einzigen Kernteam oder wenigen einflussreichen Personen abhängen dürfe. Upgrades sollten aus einer breiten, dezentralen Gruppe von Mitwirkenden hervorgehen.
Damit soll verhindert werden, dass das Netzwerk durch interne Entscheidungsprozesse oder personelle Veränderungen verwundbar wird. Bemerkenswert ist auch, dass Yakovenko eine potenzielle Rolle für Künstliche Intelligenz sieht.
KI-Systeme könnten künftig bei der Erstellung und Überprüfung technischer Spezifikationen sowie sogar bei der Implementierung von Code unterstützen. Das könnte die Entwicklung weiter beschleunigen – obwohl Konsensfindung und umfangreiche Tests in Testnets laut Yakovenko weiterhin die größten Engpässe darstellen.
Ethereum setzt auf Stabilität und Verlässlichkeit
Yakovenkos Aussagen stehen im deutlichen Gegensatz zur Vision von Vitalik Buterin. Der Ethereum-Mitgründer stellte kürzlich den sogenannten „Walkaway-Test“ vor.
Ein Konzept, bei dem Ethereum so weit gereift ist, dass das Netzwerk auch dann stabil weiterlaufen kann, wenn sich die ursprünglichen Entwickler vollständig zurückziehen. In dieser Phase würde das Protokoll weitgehend eingefroren werden.
Buterin sieht die Stärke von Ethereum letztlich in Stabilität, Sicherheit und Unveränderlichkeit. Gleichzeitig räumt er ein, dass sich das Netzwerk weiterhin weiterentwickeln muss, um technische Ziele wie ausreichende Skalierbarkeit und Schutz vor zukünftigen Quantencomputern zu erreichen.
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