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XRP auf null? Wie realistisch ist das?

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XRP auf null? Wie realistisch ist das?

Foto: Artit Wongpradu / Shutterstock

Der Wert von XRP ist in den vergangenen Monaten in einen freien Fall geraten. Die Kryptowährung gehörte in den letzten Jahren zu den am besten performenden Coins, doch ein Großteil dieser Gewinne ist in kurzer Zeit verpufft.

Viele Investoren befürchten nun, dass der Kurs noch deutlich weiter fallen könnte. Doch was müsste wirklich geschehen, damit der XRP-Kurs auf null Euro abstürzt?

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Juristischer Rückschlag

Jahrelang schwebte ein juristisches Damoklesschwert über XRP. Die US-Börsenaufsicht (SEC) verklagte Ripple (das Unternehmen hinter XRP) im Jahr 2020, weil XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft worden sein soll.

Ein Wertpapier ist ein Investitionsvertrag, vergleichbar mit einer Aktie.

Ein Teil des Verfahrens fiel zugunsten von Ripple aus. Das Gericht entschied, dass XRP an sich kein Wertpapier ist, wenn es frei auf Kryptobörsen gehandelt wird.

Hätte die SEC hier Recht bekommen, hätten US-Börsen den Coin massenhaft delisten müssen. Alternativ hätten sie sich als Wertpapierbörse registrieren lassen müssen – ein kostspieliger und aufwendiger Prozess.

Das wäre ein harter Schlag gewesen, doch der Coin wäre außerhalb der Vereinigten Staaten weiterhin handelbar geblieben. Selbst bei einem solchen erheblichen juristischen Rückschlag würde die Altcoin also nicht plötzlich ihren gesamten Wert verlieren.

Konkurrenz und Nutzen von XRP

XRP wurde 2012 als Brückenwährung für internationale Zahlungen eingeführt. Über das Ripple-Netzwerk können Banken Geld schnell zwischen verschiedenen Währungen tauschen, wobei XRP als temporäre Zwischenstufe dient.

Dadurch sollen Transaktionen schneller und günstiger werden.

Ripple entwickelt die Technologie, während XRP für Liquidität sorgt – also dafür, wie leicht und schnell ein Coin ohne große Preisunterschiede gekauft oder verkauft werden kann. Banken können jedoch auch auf Stablecoins zurückgreifen, etwa auf Ripples eigenen RLUSD.

Sollten Institutionen massenhaft umsteigen, könnte die Nachfrage nach XRP sinken. Weniger Nutzung bedeutet häufig niedrigere Preise, wenngleich XRP weiterhin einen Wert behält, da es nicht an eine nationale Währung gebunden ist.

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Kann Ripple selbst den Kurs abstürzen lassen?

Eine weitere häufig geäußerte Sorge ist, dass Ripple eine große Menge XRP verwaltet. Seit 2017 ist ein Großteil davon in einem sogenannten „Escrow“ gesichert.

Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um einen digitalen Tresor auf der Blockchain, in dem Coins vorübergehend gesperrt und nach einem festen Zeitplan freigegeben werden.

Jeden Monat können maximal 1 Milliarde XRP aus diesem Tresor freigegeben werden. Nicht verwendete Beträge werden erneut gesperrt. Dadurch bleibt der Prozess vorhersehbar und nicht das gesamte Angebot gelangt gleichzeitig auf den Markt.

Dennoch fragen sich Anleger: Was wäre, wenn Ripple beschließt, alles auf einmal freizugeben und zu verkaufen? In einem solchen Extremszenario würde der Kurs durch ein plötzliches Überangebot stark unter Druck geraten.

Doch selbst dann bedeutet dies nicht automatisch einen Preis von null, solange es Käufer gibt, die auf niedrigeren Niveaus einsteigen.

Zudem würde ein vollständiger Abverkauf in erster Linie Ripple selbst schaden. Das Unternehmen hält weiterhin Milliarden an XRP und ist finanziell eng mit dem Wert des Ökosystems verbunden. Ein Komplettverkauf würde die eigene Bilanz massiv belasten.

XRP in einem Finanzsturm

Ein Beispiel dafür war der März 2020, als die Corona-Pandemie ausbrach. Die Wirtschaft kam abrupt zum Stillstand, Unternehmen schlossen ihre Türen und Millionen Menschen verloren ihre Arbeit.

Die Panik erfasste auch die Finanzmärkte. XRP stürzte damals an einem Tag um 34 Prozent ab, während Bitcoin (BTC) sogar 39 Prozent verlor.

Doch nehmen wir an, es käme noch schlimmer – etwa zu einer Wiederholung der Finanzkrise von 2008–2009, bei der Banken zusammenbrechen und das Vertrauen in das System schwindet.

In einem solchen Szenario würden nahezu alle Vermögenswerte massiv unter Druck geraten, darunter auch XRP. In einer derartigen Systemkrise hätten Anleger jedoch vermutlich ganz andere Sorgen als den Wert von XRP.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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