Foto: bodrumsurf/Shutterstock en
Mit der Einführung mehrerer XRP-ETFs steigt das Interesse am Unternehmen Ripple und am Token XRP sprunghaft an. Plötzlich schauen nicht nur Kryptofanatiker zu, sondern auch die Schwergewichte der Wall Street.
Warum sind diese Fonds ein solcher Magnet?
Was ist ein XRP-Börsenfonds?
Ein XRP-Börsenfonds, auch Exchange Traded Fund (ETF) genannt, ist ein Aktienfonds, der den Preis dieses Tokens nachbildet. Man muss selbst keine Kryptowährung kaufen, keine Wallet eröffnen und keine privaten Schlüssel aufbewahren.
Stattdessen kauft man diesen ETF über einen Broker – genauso wie eine Aktie. Es gibt zwei Arten von XRP-ETFs: eine Spot-Variante und eine Futures-Variante.
- Ein Spot-ETF kauft XRP und verwahrt diese in einer gesicherten Lagerung. Der Wert bewegt sich dadurch nahezu exakt mit dem Preis von XRP.
- Ein Futures-ETF kauft keine XRP, sondern Verträge, die auf den zukünftigen Preis setzen. Für den Anleger funktioniert es gleich: Sie investieren ihr Geld in den Fonds, der die XRP-Kursentwicklung nachbildet.
Der Vorteil eines ETFs ist die Bequemlichkeit. Man muss kein Krypto-Experte sein, um dennoch in XRP investieren zu können.
Warum ist Wall Street so wichtig für den XRP-Kurs?
Das Interesse großer Finanzakteure hat Einfluss auf den Preis von XRP. Viele professionelle Investoren, wie Pensionsfonds und Banken, dürfen nämlich keine Kryptowährungen direkt erwerben.
Einen ETF hingegen dürfen sie kaufen. Das bedeutet, sobald ein XRP-ETF verfügbar ist, fließt plötzlich deutlich mehr Geld in XRP. Mehr Nachfrage führt in der Regel zu einem steigenden Preis.
Ein weiterer Effekt ist Vertrauen. Bekommt ein XRP-ETF grünes Licht von US-Aufsichtsbehörden, steigt das Vertrauen der Anleger sofort. Eine solche Genehmigung zeigt, dass XRP offiziell anerkannt und streng geprüft wurde.
Zweifel verschwinden, da das Produkt reguliert und von Experten durchleuchtet ist. Die Folge: Sowohl große als auch kleine Anleger trauen sich schneller einzusteigen.
Mehr große Anleger bedeuten auch mehr Handel. Mehr Handel macht einen Markt stabiler und weniger anfällig für Schwankungen. Das macht XRP attraktiver für Menschen, die langfristig investieren möchten.
Hinzu kommt der psychologische Effekt. Interesse von „Wall Street“ sorgt oft für einen Hype. Viele wollen nicht zurückbleiben und entscheiden sich, in eine Kryptowährung zu investieren.
Dadurch steigt der Kurs manchmal schon, bevor tatsächlich große Summen von Finanzgiganten fließen.
Die Interesse ist da – was nun?
Ein XRP-ETF garantiert keinen höheren Kurs, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit einer Kurssteigerung. Zuflüsse in die neuen Fonds zeigen, dass viele Anleger Interesse an XRP haben und dass Ripple erneut bei großen Akteuren ins Blickfeld rückt.
Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt von mehreren Faktoren ab – etwa vom Marktsentiment, der Weltwirtschaft und/oder der rechtlichen Lage sowie der Adoption von Ripple.
Klar ist jedenfalls: Wall Street spielt eine immer größere Rolle, und das kann dem XRP-Kurs langfristig zugutekommen.