Foto: Shutterstock/CHRISTOPHER E ZIMMER
Die US-Justiz hat Kryptowährungen im Wert von mehr als 580 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 490 Millionen Euro, eingefroren und beschlagnahmt.
Nach Angaben des Department of Justice (DOJ) steht das Geld in Verbindung mit chinesischen transnationalen kriminellen Organisationen, die groß angelegte Krypto-Betrugsmaschen betreiben.
Die Aktion wurde von der sogenannten Scam Center Strike Force durchgeführt, einer Spezialeinheit, die im November 2025 gegründet wurde, um Online-Betrug und Krypto-Scams gezielt zu bekämpfen.
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Fokus auf „Pig-Butchering“-Betrug
Die Beschlagnahmungen betreffen vor allem sogenannte „Pig-Butchering“-Scams. Dabei wird über soziale Medien oder Messaging-Dienste zunächst langsam Vertrauen zu den Opfern aufgebaut. Anschließend werden sie dazu verleitet, Geld über gefälschte Krypto-Plattformen zu investieren.
„Diese Betrugspraktiken nutzen Social Engineering, um Opfer dazu zu bringen, Kryptowährungen zu kaufen. Anschließend leiten die Täter die Gelder über gefälschte Investment-Domains und -Applikationen um und übernehmen die Kontrolle darüber“, erklärten die Behörden.
Den Angaben des DOJ zufolge operieren die Netzwerke hinter diesen Betrugsmaschen aus Ländern wie Myanmar, Kambodscha und Laos. Von sogenannten Scam-Compounds aus würden Opfer weltweit kontaktiert.
Über 580 Millionen Dollar in drei Monaten eingefroren
Laut der US-Staatsanwältin Jeanine Ferris Pirro hat die Taskforce in kurzer Zeit erhebliche Fortschritte erzielt.
„In nur drei Monaten haben wir bedeutende Erfolge erzielt, indem wir Kryptowährungen im Wert von über 580 Millionen US-Dollar eingefroren, beschlagnahmt und eingezogen haben“, schrieb sie auf X.
Weiter erklärte sie:
„An unsere amerikanischen Opfer: Wir sind für euch da, wir kümmern uns um euch, und wir werden unermüdlich dafür kämpfen, euer hart verdientes Geld zurückzuholen.“
Die US-Justiz strebt nun an, die eingefrorenen Kryptowährungen offiziell einzuziehen. Ziel ist es, im Rahmen rechtlicher Verfahren so viel Kapital wie möglich an die Geschädigten zurückzuführen.
Milliardenschäden durch Krypto-Betrug
Die beteiligten Scam-Netzwerke sollen US-Bürgern jährlich Schäden in Milliardenhöhe zufügen. Weltweit summieren sich die Verluste durch derartige Krypto-Betrugsfälle auf mehrere Dutzend Milliarden US-Dollar.
Die Aktion verdeutlicht zwei Aspekte: Kryptowährungen bieten zahlreiche Chancen, werden jedoch auch von Kriminellen missbraucht. Gleichzeitig zeigt sich, dass Behörden zunehmend effektiver darin werden, digitale Geldströme nachzuverfolgen und Vermögenswerte einzufrieren.
Für den Markt ist eine derart große Beschlagnahmung durchaus relevant. Sollten die Behörden die Kryptowährungen später veräußern, könnte dies Auswirkungen auf die Kurse haben. In der Vergangenheit führten umfangreiche staatliche Verkäufe wiederholt zu erhöhter Volatilität.
Unterdessen fiel der Bitcoin (BTC)-Kurs heute Morgen deutlich, nachdem mehrere Nachrichtenquellen über einen Angriff auf den Iran berichtet hatten.
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