US-Börsenaufsicht will Regeln für Kryptowährungen lockern

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US-Börsenaufsicht will Regeln für Kryptowährungen lockern
Foto: oatawa / Shutterstock
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Die US-Börsenaufsicht SEC will die Regeln für Kryptowährungen lockern. Der neue Vorschlag soll es Kryptounternehmen erleichtern, in den Vereinigten Staaten Kapital aufzunehmen.

Der Vorschlag sieht zwei Ausnahmen von den bestehenden Regeln vor. Zudem kann eine Kryptowährung unter bestimmten Voraussetzungen von einem Teil dieser Regeln ausgenommen werden.

Zusammengefasst

  • Die SEC will es Kryptounternehmen erleichtern, Kapital aufzunehmen.

  • Über die erste Ausnahmeregelung können Kryptounternehmen bis zu 5 Millionen US-Dollar einsammeln.

  • Ein zweiter Weg ermöglicht die Aufnahme von bis zu 75 Millionen US-Dollar innerhalb von 12 Monaten.

Warum die SEC die Regeln anpassen will

Die SEC beaufsichtigt die US-amerikanischen Finanzmärkte. Die Behörde entscheidet unter anderem darüber, wann eine Investition unter die strengen US-Börsenvorschriften fällt.

Wenn Anleger Geld in ein Kryptoprojekt investieren und aufgrund der Arbeit des dahinterstehenden Unternehmens Gewinne erwarten, kann der Verkauf als Investmentvertrag eingestuft werden. Das Unternehmen muss sich dann häufig registrieren und umfangreiche Informationen offenlegen.

Die SEC will hierfür einen eigenen Weg schaffen, der besser auf Kryptowährungen zugeschnitten ist. Der Vorschlag folgt auf Erläuterungen aus März 2026 zu den Vorschriften für verschiedene Arten von Kryptowährungen.

Kryptounternehmen können leichter Kapital aufnehmen

Die erste Möglichkeit richtet sich an junge Kryptounternehmen. Sie dürfen innerhalb von vier Jahren maximal 5 Millionen US-Dollar aufnehmen, ohne das vollständige Registrierungsverfahren durchlaufen zu müssen.

Die zweite Möglichkeit gilt für größere Beträge. Unternehmen dürfen dabei innerhalb von 12 Monaten maximal 75 Millionen US-Dollar aufnehmen, müssen jedoch ihre Finanzinformationen offenlegen und regelmäßig Aktualisierungen veröffentlichen.

Unternehmen müssen Anleger klar darüber informieren, worin sie ihr Geld investieren. Sie dürfen Anleger weder irreführen noch den Preis einer Kryptowährung gezielt beeinflussen.

Einige Kryptowährungen erhalten eine Ausnahme

Der Vorschlag sieht außerdem eine Ausnahme für bestimmte Kryptowährungen vor. Erfüllt eine Kryptowährung die entsprechenden Voraussetzungen, unterliegt der spätere Handel nicht mehr denselben Vorschriften wie Aktien und andere Anlageprodukte.

Eine Registrierung bei der SEC und umfangreiche Finanzberichte sind für diesen Handel dann nicht mehr erforderlich.

Die Pläne sind noch nicht endgültig. Nach der offiziellen Veröffentlichung hat die Öffentlichkeit 60 Tage Zeit, Stellung zu nehmen.

Für Anleger ändert sich vorerst also nichts. Die SEC wird zunächst alle Stellungnahmen prüfen und kann den Vorschlag anschließend noch anpassen.

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