Foto: PixelBiss/Shutterstock
In den Niederlanden ist eine weitreichende Steuerreform auf dem Weg, die auch Krypto-Anleger direkt betrifft. Ab dem Jahr 2028 sollen nicht nur realisierte Gewinne, sondern auch unrealisierte Wertsteigerungen von Vermögenswerten wie Bitcoin (BTC), Aktien, Anleihen oder Fonds besteuert werden. Das bedeutet: Anleger müssen künftig jedes Jahr Steuern zahlen – selbst wenn sie ihre Investments gar nicht verkauft haben. Die Diskussion über das Gesetz „Wet werkelijk rendement Box 3“ sorgt nicht nur in den Niederlanden für Aufsehen, sondern könnte Auswirkungen auf ganz Europa haben.
NETHERLANDS TO TAX UNREALIZED BITCOIN GAINS
Netherlands is moving toward taxing unrealized capital gains on bitcoin, stocks, bonds, and other assets after parliament voted to overhaul annual income tax filings.
Under the new system, investors will owe tax each year based on… pic.twitter.com/NgL2ztx0jH
— Bitcoin News (@BitcoinNewsCom) January 20, 2026
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Was steckt hinter der Reform?
Das neue Modell ersetzt das bisherige Pauschalsystem, bei dem ein fiktiver Ertrag als Grundlage für die Steuer diente. Künftig soll der tatsächliche Ertrag besteuert werden – und das umfasst sowohl realisierte als auch nicht realisierte Gewinne. Entscheidend ist dabei der Wert eines Vermögenswertes zu Beginn und Ende des Steuerjahres. Auch Erträge wie Dividenden oder Zinsen fließen ein.
Für Krypto-Anleger hat das weitreichende Konsequenzen. Beispiel: Wer zu Jahresbeginn Bitcoin im Wert von 20.000 Euro besitzt und zum Jahresende einen Wert von 30.000 Euro verzeichnet, soll auf die 10.000 Euro Differenz Steuern zahlen – obwohl die Coins gar nicht verkauft wurden.
Kritik: Illiquide Steuerlast und gefährliche Nebenwirkungen
Wirtschaftsexperten und Investoren warnen vor problematischen Folgen. Der wohl wichtigste Kritikpunkt: Diese Steuerform kann Liquiditätsprobleme verursachen. Denn auch wenn ein Gewinn nur auf dem Papier besteht, muss der Anleger echtes Geld für die Steuerzahlung aufbringen. Das kann dazu führen, dass Anleger in ungünstigen Marktphasen zu Zwangsverkäufen gedrängt werden.
Die Krypto-Analystin MissCrypto bringt es auf den Punkt:
„Steuern auf Geld, das du gar nicht hast? (…) Das schafft eine gefährliche Falle: Anleger müssten ihre Assets zwangsverkaufen, nur um Steuern auf reine Papiergewinne zu zahlen.“
Steuern auf Geld, das du gar nicht hast? 🤯
Die Niederlande planen ab 2028 einen radikalen Tabubruch: Steuern auf unrealisierte Gewinne bei Bitcoin und Aktien. Mit der Reform „Wet werkelijk rendement Box 3“ hält der Staat die Hand auf, sobald dein Portfolio im Wert steigt –…
— MissCrypto (@MissCryptoGER) January 21, 2026
Furkan Yildirim, Wirtschaftsjournalist und Krypto-Kommentator, nennt dies einen „Mechanismus mit gefährlichen Nebenwirkungen“: Verkaufssituationen entstünden nicht aus Überzeugung, sondern aus Druck – mit möglichen Auswirkungen auf Marktstabilität, Kapitalallokation und Vermögensverteilung.
Mögliche Signalwirkung für Deutschland und Europa
Yildirim warnt auch vor einem Dominoeffekt: Sobald ein EU-Staat wie die Niederlande ein solches Modell etabliert, sinkt die politische Hemmschwelle in anderen Ländern. In Deutschland beispielsweise ist die Diskussion um eine Reform der Kapitalbesteuerung bereits im Gange. Angesichts wachsender Haushaltsdefizite, demografischer Belastungen und dem Bedarf an planbaren Einnahmen könnte auch in Deutschland die Bereitschaft steigen, ein solches Steuermodell zu prüfen.
Fazit:
Die niederländische Steuerreform ist mehr als nur eine nationale Entscheidung – sie könnte ein Vorbild für andere EU-Staaten werden. Für Anleger – ob in Bitcoin, Aktien oder Fonds investiert – ist das ein klares Warnsignal. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern wann sich andere Länder an diesem Modell orientieren. Wer langfristig investiert, sollte sich mit den möglichen Konsequenzen frühzeitig auseinandersetzen.
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