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Ein großer Teil der Pressemitteilungen, die täglich über Krypto erscheinen, stammt nicht aus vertrauenswürdigen Quellen. Das zeigt eine Untersuchung von Chainstory. Laut den Forschern sind über sechzig Prozent der analysierten Krypto-Pressemitteilungen mit Projekten verknüpft, die deutliche Risiken aufweisen oder sogar regelrechte Scams sind.
Die Untersuchung zeigt, wie bezahlte Sichtbarkeit oft wichtiger ist als der tatsächliche Nachrichtenwert, mit allen Folgen für die Vertrauenswürdigkeit der Krypto-Nachrichten.
Strukturelles Problem
Chainstory untersuchte fast 2.900 Pressemitteilungen, die zwischen Juni und November 2025 verbreitet wurden. Mehr als sechzig Prozent stammten von Projekten mit klassischen Red Flags. Denk an anonyme Teams, unrealistische Versprechen oder Websites, die größtenteils kopiert wurden. Ein Teil der Projekte stand zudem bereits auf schwarzen Listen.
Pressedienste, die sich auf Krypto konzentrieren, arbeiten regelmäßig mit bezahlten Paketen, die Veröffentlichung auf Dutzenden Websites garantieren. Diese Mitteilungen erscheinen anschließend neben echten Nachrichtenartikeln, manchmal ohne deutlichen Hinweis darauf, dass es sich um beworbene Inhalte handelt.
Besonders bestimmte Nischen stechen heraus. Im Sektor Cloud-Mining fielen sogar neunzig Prozent der Herausgeber in die Scam-Kategorie. Das unterstreicht, wie anfällig manche Teile des Kryptomarktes für irreführende Kommunikation sind.
Keine redaktionelle Prüfung
Laut dem Bericht liegt der Kern des Problems im Geschäftsmodell. Vertriebsdienste fungieren als Durchlaufstelle, während Websites Geld mit der Anzeige der Inhalte verdienen, ohne journalistische Kontrolle.
Für den durchschnittlichen Leser sieht es so aus, als würde ein bekanntes Medium berichten, während kein einziger Redakteur die Behauptungen verifiziert hat. Damit umgehen Projekte die traditionelle redaktionelle Bewertung.
Der Großteil der Pressemitteilungen handelte von kleinen Produktupdates, Token-Ausverkäufen oder Notierungen an Börsen. Nur zwei Prozent enthielten Nachrichten, die normalerweise redaktionelle Aufmerksamkeit erhalten, wie Finanzierungsrunden oder Übernahmen.
Die Forscher betonen, dass dies nicht zwangsläufig falsch ist, aber dass es zu einem überfüllten Nachrichtenstrom und Verwirrung bei Lesern beiträgt.
Vertrauen in Krypto-Nachrichten
Auch der Ton der Mitteilungen sagt viel aus. Etwa 54 Prozent wurden als übertrieben eingestuft, während weitere neunzehn Prozent hauptsächlich werblich waren. Neutrale, sachliche Sprache kam nur in zehn Prozent der Fälle vor. Das deutet darauf hin, dass Hype zum Standard geworden ist, anstatt klarer und überprüfbarer Informationen.
Ende letzter Woche war unter den Altcoin-Nachrichten noch zu lesen, wie Scammer über künstliche Intelligenz 32 Milliarden Euro erbeuten konnten.
Das Ergebnis der Untersuchung unterstreicht ein strukturelles Problem: Solange bezahlte Verbreitung wichtiger ist als Inhalt, bleibt es für Anleger schwierig, sachliche Nachrichten von Marketing zu unterscheiden.
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