Trump holt Krypto-Experten Stephen Miran in Zentralbankvorstand

2 Min. Lesedauer
08. Aug. 2025, 11:27

Der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, hat den Ökonomen Stephen Miran in den Vorstand der US-Zentralbank berufen. Die Ernennung gilt befristet bis zum 31. Januar 2026. Miran ersetzt ein ausscheidendes Vorstandsmitglied. Damit erhält Trump sofort Einfluss auf die Geldpolitik, während die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge weiterläuft.

Die Ankündigung erfolgte über den offiziellen „Trump 47 White House“-Account auf X. Miran ist derzeit Vorsitzender des Rats der Wirtschaftsberater (Council of Economic Advisers, CEA) und hat einen Doktor in Volkswirtschaftslehre (Ph.D.) an der Harvard University erworben. Trump lobte ihn als Ökonomen mit „unerreichter“ Expertise und sagte, er habe bereits in seiner ersten Amtszeit „mit Auszeichnung“ gedient.

Miran kennt den Krypto-Markt

Miran hat Erfahrung in Finanzpolitik und Regulierung. Er arbeitete zuvor im Finanzministerium und im Weißen Haus, wo er an Strategie und Gesetzgebung für Finanzmärkte mitwirkte. In der Krypto-Welt fiel er durch einen älteren Beitrag auf X auf. Darin schrieb er: „Schade, dass ich meine Shortpositionen in diesen Bitcoin (BTC)-Börsenfonds nicht füllen konnte, bevor sie auf null standen.“

Laut Matthew Sigel, Leiter der Forschung für digitale Vermögenswerte beim Investmentunternehmen VanEck, zeigt der Beitrag, dass Miran sich mit Krypto auskennt. In den Krypto-News wird seine Expertise als potenziell einflussreich für künftige Politikentscheidungen gesehen, was sich positiv auf die Krypto-Industrie auswirken könnte.

Möglicher Kurswechsel bei der Zentralbank

Mirans Ernennung fällt mit Gesprächen über eine größere Machtverschiebung innerhalb der Zentralbank zusammen. Laut US-Medien sehen Trumps Berater Christopher Waller als Favoriten, um Jerome Powell als Vorsitzenden zu ersetzen.

Die Entwicklung reiht sich in mehrere pro-Krypto-Maßnahmen des Präsidenten ein. So unterzeichnete Trump einen Erlass, der Krypto in 401(k)-Rentenplänen ermöglicht. Außerdem verhängte er ein Verbot von „ideologischem Debanking“, bei dem Banken Kunden aufgrund politischer oder gesellschaftlicher Überzeugungen ablehnen, zum Beispiel wegen ihrer Präferenz für Krypto.

Vorläufig bleibt Mirans Rolle befristet. Dennoch wird er im Namen Trumps direkt über Zinspolitik, Aufsicht über Finanzmärkte und mögliche Regulierung digitaler Vermögenswerte mitentscheiden.

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