Trump gießt Öl ins Feuer: ‚Wir stecken mitten in einem Handelskrieg.‘

2 Min. Lesedauer
16. Okt. 2025, 11:18

Die Korrektur war eine direkte Folge des eskalierenden Handelskriegs zwischen den Vereinigten Staaten und China. Kurzzeitig schien Präsident Donald Trump seinen Ton zu mäßigen, doch nun scheint der US-Präsident den Konflikt erneut anzuheizen. „Wir stecken mitten in einem Handelskrieg“, erklärte Trump.

„Mitten im Handelskrieg“ – Kryptos reagieren

Vergangene Woche drohte Trump mit einem Importzoll von 100 Prozent auf alle chinesischen Produkte – zusätzlich zu einem bereits bestehenden Zoll von 30 Prozent. Dies war eine Reaktion auf chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden, die für die Herstellung von Computerchips essenziell sind.

Der Handelskrieg löste eine sofortige Panikreaktion auf dem Kryptomarkt aus: Fast alle Kryptowährungen stürzten ab, wobei rund 16 Milliarden Euro an Marktwert vernichtet wurden.

Einige Tage später klang Trump wieder versöhnlicher:

„Macht euch keine Sorgen um China, das wird schon“, schrieb der Präsident.

Das verschaffte dem Kryptomarkt kurzzeitig etwas Luft. Die Kurse erholten sich, und Bitcoin (BTC) stieg sogar wieder auf 115.000 US-Dollar. Doch die Unsicherheit über eine mögliche Fortsetzung der Spannungen blieb bestehen.

Nun bestätigte Trump gegenüber Journalisten im Weißen Haus erneut, dass die USA „mitten in einem Handelskrieg“ stecken. Die zuvor angedrohten 100-Prozent-Zölle bringt er wieder ins Spiel. Damit scheint das geopolitische Spiel von Neuem zu beginnen – und eine weitere unruhige Phase für den Kryptomarkt könnte bevorstehen.

China gegen den Rest der Welt

US-Finanzminister Scott Bessent ging diese Woche in die Offensive. Er bezeichnete Chinas wirtschaftliche Strategie als „kurzsichtig“ und warnte, dass das Land vor allem sich selbst schade.

„Macht euch keine Illusionen: Das ist China gegen den Rest der Welt. Wir und unsere Verbündeten werden uns nicht von einer Gruppe Bürokraten in Peking herumkommandieren lassen“, so Bessent.

Laut Marktexperte Brad Setser fährt China bewusst eine harte Linie. Xi Jinping soll darauf setzen, dass die US-Wirtschaft einen langwierigen Handelskonflikt nicht durchhält – angesichts eines abkühlenden Arbeitsmarkts und steigender Inflation. Die scharfe Reaktion der US-Börsen auf Trumps Zollandrohungen würde dieses Bild nur bestätigen.

Auswirkungen auf die Kryptobranche spürbar

Die hohen Importzölle erschweren es US-amerikanischen Bitcoin-Minern zunehmend, neue ASIC-Maschinen aus Asien zu importieren. Auch Anleger bleiben vorsichtig – solange keine Klarheit über den Handelskonflikt herrscht, bleibt Bitcoin extrem anfällig für geopolitische Spannungen.

Trump und Xi Jinping treffen sich erst in zwei Wochen – doch die Märkte scheinen nicht gewillt, so lange zu warten.

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