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Ein wichtiges US-amerikanisches Kryptogesetz könnte auch Auswirkungen auf Europa haben. Das Gesetz soll klarstellen, welche Regeln für Krypto-Unternehmen in den USA gelten.
Das ist nicht nur für die Vereinigten Staaten von Bedeutung. Aufgrund des großen Einflusses der USA auf die globale Finanzwelt könnten die neuen Vorschriften auch die Richtung vorgeben, wie andere Länder Kryptowährungen künftig regulieren.
Zusammengefasst
- Der Clarity Act soll dem US-Kryptomarkt klarere Spielregeln geben.
- Das Gesetz hat bereits die Zustimmung eines wichtigen Senatsausschusses erhalten, könnte sich jedoch noch um Monate verzögern.
- Auch Europa verfolgt die Entwicklungen genau, da US-Kryptoregeln häufig Einfluss auf Regulierungen in anderen Ländern haben.
Neue Regeln für Kryptowährungen in den USA
Das Gesetz ist unter dem Namen Clarity Act bekannt. Vereinfacht gesagt soll es festlegen, welche Vorschriften für Krypto-Projekte und Handelsplattformen in den USA gelten.
Derzeit gibt es darüber häufig Streit. Einige Kryptowährungen werden als Wertpapiere betrachtet, ähnlich wie Aktien, während andere eher als digitale Rohstoffe eingestuft werden.
Der Clarity Act soll diese Abgrenzung klarer definieren. Viele bestehende Kryptowährungen und Handelsplattformen würden dadurch unter die Aufsicht einer anderen US-Behörde fallen und anderen Vorschriften unterliegen als bisher.
Das Gesetz erhielt kürzlich die Zustimmung eines wichtigen Senatsausschusses, doch der politische Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Der Vorschlag muss noch den Senat passieren und könnte durch politische Diskussionen weiterhin um Monate verzögert werden.
Warum auch Europa genau hinschaut
US-amerikanische Kryptoregeln sind oft nicht nur für die Vereinigten Staaten relevant. Wenn die USA klare Vorschriften einführen, orientieren sich andere Länder häufig daran.
Das zeigte sich bereits bei Stablecoins. Dabei handelt es sich um Kryptowährungen, die meist an den US-Dollar gekoppelt sind. Nachdem die USA im vergangenen Jahr ein Stablecoin-Gesetz verabschiedeten, stellten unter anderem das Vereinigte Königreich, Südkorea und Kanada ähnliche Pläne vor.
Auch Europa beobachtet die Entwicklung aufmerksam. Die Europäische Union verfügt mit MiCA bereits über ein eigenes Regelwerk für Kryptowährungen. Dennoch prüft die Europäische Kommission derzeit, ob diese Vorschriften an neue Entwicklungen im Markt angepasst werden müssen.
Es gibt jedoch auch Kritik an dem Gesetz. Gegner befürchten, dass bestimmte Krypto-Projekte zu viel Spielraum erhalten könnten, wodurch Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und kriminellen Finanzströmen geschwächt werden könnten.
Deshalb ist das US-Gesetz auch für europäische Anleger wichtig. Mehr regulatorische Klarheit in den USA könnte großen Unternehmen mehr Vertrauen geben, mit Kryptowährungen zu arbeiten. Gleichzeitig könnte dies andere Länder unter Druck setzen, ihre eigenen Regelwerke erneut zu überprüfen.
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