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Kryptosektor fürchtet Chaos: Brüssel plant „EU-SEC“

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Kryptosektor fürchtet Chaos: Brüssel plant „EU-SEC“

Foto: Ivan Marc/Shutterstock

Ein neuer Plan aus Brüssel setzt die Kryptobranche unter Spannung.

Die Europäische Kommission will eine zentrale Aufsichtsbehörde benennen, die für die Lizenzen von Kryptounternehmen in der gesamten Europäischen Union verantwortlich wird.

Was eigentlich dazu gedacht ist, Regeln zu vereinfachen, sorgt nun vor allem für Unruhe bei Unternehmen und Juristen. Sie befürchten, dass der neue Ansatz gerade zu Verzögerungen und Unsicherheit führen könnte.

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Große Sorgen über die Aufsicht im Kryptobereich

Die Kommission will, dass die European Securities and Markets Authority (ESMA) deutlich mehr Macht über Kryptodienstleister erhält.

Damit würde ESMA eine Rolle übernehmen, die mit der US-amerikanischen SEC vergleichbar ist. Verschiedene Experten warnen jedoch, dass eine solche Zentralisierung die Branche ausbremsen könnte.

Laut Faustine Fleuret vom Lending-Protokoll Morpho besteht das Risiko, dass ESMA sowohl die Aufsicht übernimmt als auch Lizenzen vergibt.

Das könnte zu einem langsameren Prozess führen, da eine einzige Behörde alle Anträge aus der gesamten EU bearbeiten müsste.

Vor allem Start-ups und kleinere Kryptounternehmen fürchten lange Wartezeiten und komplizierte Verfahren.

Auch Elisenda Fabrega, Rechtsdirektorin beim Tokenisierungsplattform Brickken, betont, dass ESMA nicht über ausreichende Mittel verfügt, um diese größere Rolle zu bewältigen.

Wenn eine einzige Aufsichtsbehörde für alle europäischen Lizenzen verantwortlich wird, kann das zu vorsichtigeren Bewertungen und Verzögerungen führen.

Das trifft insbesondere innovative Unternehmen, die gerade Geschwindigkeit benötigen, um zu wachsen. Der Vorschlag muss noch vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten behandelt werden.

Dennoch sorgt er bereits jetzt für Unruhe, da verschiedene europäische Länder ihre Aufsicht unterschiedlich organisiert haben.

Ein zentraler Ansatz könnte diese Unterschiede beseitigen – die Frage ist jedoch, ob das ohne große Nachteile möglich ist.

Was Brüssel genau am Kryptomarkt ändern will

Derzeit fallen Kryptounternehmen unter die MiCA-Regeln. Nationale Aufsichtsbehörden vergeben die Lizenzen, wodurch strengere Länder mehr Anforderungen stellen als andere.

Nach Ansicht der Kommission bremst diese Zersplitterung das Wachstum und die Innovation in Europa. Manche Unternehmen würden sogar eher in Richtung USA schauen, wo eine zentrale Aufsichtsbehörde aktiv ist.

Der neue Plan gibt ESMA die direkte Befugnis, Kryptounternehmen zu autorisieren, die hauptsächlich mit Krypto-Assets arbeiten.

Für Unternehmen, die in mehreren Ländern tätig sind, soll ein neues Label eingeführt werden: der Pan-European Market Operator. Damit soll eine einheitliche Lizenz für die gesamte EU geschaffen werden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde unterstützt den Vorschlag. Sie ist der Ansicht, dass eine starke zentrale Aufsicht notwendig ist, um große internationale Kryptounternehmen zu regulieren.

Obwohl die Debatte noch läuft, ist klar, dass der Vorschlag erhebliche Folgen haben könnte. Die Kryptobranche wartet nun ab, ob Europa sich für eine strenge zentrale Aufsichtsbehörde entscheidet oder ob die Mitgliedstaaten ihre eigene Kontrolle behalten.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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