Gino Presti Gino Presti
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Kryptobande in Spanien verhaftet: 460 Millionen Euro durch Betrug erbeutet

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Regierung und …
Un réseau criminel crypto démantelé après avoir escroqué 460M d’euros

Foto: Antonio Suarez Vega/Shutterstock

Kryptobanden halten Europa fest im Griff. Trotz polizeilicher Ermittlungen und staatlicher Maßnahmen kommt es regelmäßig zu Krypto-bezogenen Überfällen und Entführungen. Dennoch gibt es auch Erfolge im Kampf gegen die organisierte Kriminalität, wie die aktuelle Festnahme von Mitgliedern eines kriminellen Krypto-Netzwerks aus Spanien zeigt.

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Kryptobande durch Spezialoperation festgenommen

Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerika, Estland, die Guardia Civil und die internationale Fahndungsbehörde Europol arbeiteten zusammen. Ihr Ziel: Kryptobanden aufspüren, die betrügerische Aktivitäten, Geldwäsche und weitere kriminelle Handlungen betreiben. Nach einer jahrelangen Untersuchung wegen Betrugs wurden die Behörden aktiv. Sie organisierten im vergangenen Monat die sogenannte „Operation Borrelli“, die sich auf das Aufspüren und die Festnahme einer Betrügerbande konzentrierte, die mehr als fünftausend Opfer hinterließ.

Vor den Festnahmen fanden fünf Hausdurchsuchungen in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Auch auf den Kanarischen Inseln führten die örtlichen Behörden Ermittlungen durch. Diese Maßnahmen waren erfolgreich: Es gab drei Festnahmen in Madrid und zwei auf den Kanarischen Inseln. Auf X veröffentlichte Interpol Bilder der Operation:

Die festgenommenen Kryptokriminellen sind keine unbedeutenden Täter. Sie sind für über 460 Millionen Euro an illegalen Gewinnen verantwortlich, wie Interpol in einer Pressemitteilung mitteilt. Die Kriminellen verwendeten Krypto, Banküberweisungen und Bargeld, um Millionenbeträge zu bewegen. Sie betrieben vermutlich eine Scheinfirma in Hongkong und nutzten ein internationales Netzwerk von Komplizen und Kryptoplattformen, um das Geld zu empfangen und weiterzuleiten.

Wichtige Rolle für Frankreich und Interpol

Dass Frankreich eine entscheidende Rolle bei dieser Operation spielte, überrascht nicht. Das Land erlebt eine Welle von Kryptokriminalität. Wir haben erst die Hälfte des Jahres erreicht, aber dort kam es im Jahr 2025 bereits zu zehn Krypto-Entführungen. Die französische Polizei hat deutlich gemacht, dass sie entschlossener gegen Krypto-Kriminalität vorgehen will.

Dass diese großangelegte Aktion gelang, ist auch Interpol zu verdanken. Die Ermittlungsbehörde analysiert mit Recherchen und strategischen Bewertungen kriminelle Kryptonetzwerke. Erfahrene Finanzkriminalitätsspezialisten von Europol bieten Ländern, die kriminelle Banden verfolgen wollen, operative Unterstützung. Am Tag der „Operation Borrelli“ entsandte Europol einen eigenen Kryptoexperten nach Spanien, um die nationalen Ermittler zu unterstützen.

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Kampf gegen Online-Betrug geht weiter

Europol kämpft seit Jahren gegen Online-Kriminalität. Die Ermittlungsbehörde veröffentlichte im März 2025 einen Bericht unter dem Titel „Serious and Organised Criminal Threat Assessment (SOCTA)“. Die Reichweite von Online-Betrug ist enorm, weil ein Großteil der Welt digital vernetzt ist.

Außerdem schreitet der Einsatz von künstlicher Intelligenz (artificial intelligence, KI) immer weiter voran. Cyberkriminelle missbrauchen diese Technologie unter anderem für Social Engineering. Das bedeutet, sie täuschen mit Hilfe von KI Menschen, um Zugriff auf persönliche Daten oder Systeme zu erlangen. Kryptokriminelle sind zum Beispiel auf Foren wie Reddit aktiv oder versenden gefälschte E-Mails, die sehr echt wirken.

Kryptokriminalität ist ein großes Problem. Blockchain-Analysefirma Chainalysis schrieb im „The 2025 Crypto Crime Report“, dass Kryptokriminalität im Jahr 2024 erheblich zugenommen hat im Vergleich zum Vorjahr.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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