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„Krypto-Präsident“ Trump verliert Boden an stabiles Europa

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Krypto-Crash trifft Trumps Familie hart – Anhänger noch stärker

Foto: noamgalai/Shutterstock

Die Kryptobranche bereitet sich auf eine unerwartete Verschiebung vor: Europa scheint die Vereinigten Staaten schnell als bevorzugten Standort für Krypto-Unternehmen zu überholen. Neue Regulierung im Rahmen der Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Gesetzgebung verschaffen Unternehmen endlich die lang ersehnte Klarheit. Während die US-Politik weiterhin von politischer Unsicherheit geprägt ist, schafft Europa klare Regeln.

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MiCA-Krypto-Gesetzgebung zieht Unternehmen an

Es wurde erwartet, dass Krypto in den Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump einen enormen Aufschwung erlebt. Obwohl der US-Präsident als ausgesprochen Krypto-freundlich gilt, ist es ihm bisher nicht gelungen, ein günstiges Umfeld aus Politik und Regulierung für die Branche zu etablieren. Europa hat dies deutlich konsequenter verfolgt.

Die europäische MiCA-Gesetzgebung führte zunächst zu Aufregung. Die Vorschriften sollten zu einer Welle von Konsolidierungen unter europäischen Krypto-Unternehmen führen. Diese erwarteten negativen Folgen sind bisher ausgeblieben, während die positiven Effekte derzeit überwiegen.

Seit der Einführung der MiCA-Gesetzgebung im Jahr 2024 betrachten Krypto-Unternehmen Europa als attraktive Heimatbasis. Frankreich macht dabei die größten Fortschritte und verzeichnet einen Anstieg der Krypto-Aktivitäten um 175 Prozent. Mit Fintech-Hubs wie Station F und einer aktiven Aufsichtsbehörde (AMF) zählt Frankreich inzwischen zu den engagiertesten Ländern Europas im Krypto-Bereich.

Das GENIUS-Gesetz, das am siebzehnten Juni dieses Jahres vom US-Senat verabschiedet wurde, sollte eigentlich die Unklarheiten rund um die Kryptoregulierungen der letzten Jahre beheben. Dennoch weist das neue US-Gesetz Schwächen auf und bietet weniger als MiCA. TIMxBRIDGE stellte in einem Beitrag auf X die wichtigsten Unterschiede zwischen GENIUS und MiCA heraus.

MiCA in Europa überholt die USA

Inzwischen wächst das Handelsvolumen auf europäischen Plattformen, da das Vertrauen in die MiCA-Umgebung zunimmt. Konstantins Vasilenko, Mitgründer und Chief Business Development Officer bei Paybis, stellte fest, dass das Handelsvolumen von EU-Kundinnen und Kunden im ersten Quartal 2025 um siebzig Prozent gestiegen ist – direkt nach dem Inkrafttreten von MiCA.

Das MiCA-Gesetz bietet einen einheitlichen regulatorischen Rahmen für die gesamte Europäische Union, sodass Unternehmen nicht mehr mit unterschiedlichen nationalen Gesetzen jonglieren müssen. Das erleichtert und verbilligt das Hochskalieren erheblich.

Auch traditionelle Finanzunternehmen zeigen Interesse. Banken, Vermögensverwalter und sogar Pensionsfonds prüfen jetzt Bitcoin (BTC) und andere digitale Vermögenswerte genauer, da die rechtlichen Risiken in Europa geringer geworden sind. Das führt wiederum zu weiterer Akzeptanz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Investorinnen und Investoren.

Trump hat sich während des Wahlkampfs 2024 als der Krypto-Präsident präsentiert. Trotz wachsendem Rückhalt bei den Republikanern und einiger Kryptogesetze, darunter die strategische Bitcoin-Staatsreserve, konnte Trump bislang keine überzeugende Politik und Regulierung für den Kryptosektor entwickeln.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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