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ING und europäische Banken planen eigene Digitalwährung

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ING und europäische Banken planen eigene Digitalwährung

Foto: OleksSH (Shutterstock)

Große europäische Banken machen einen wichtigen Schritt in der Welt der Kryptowährungen. Ende 2025 wurde bekannt, dass die ING gemeinsam mit acht weiteren Großbanken eine eigene digitale Euro-Münze herausgeben will, die vollständig an den Wert des Euro gekoppelt ist.

Dabei handelt es sich um einen sogenannten Stablecoin. Das ist eine Kryptowährung, deren Wert stabil bleibt, da sie durch echte Euro oder andere stabile Währungen gedeckt ist.

Die Pläne stammen vom Qivalis-Konsortium, einem Zusammenschluss großer Banken. Damit wird deutlich, dass traditionelle Finanzinstitute Kryptowährungen nicht länger ignorieren, sondern sie unter den neuen europäischen Vorschriften aktiv aufgreifen.

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Banken suchen Krypto-Börsen für die Distribution

Zum Qivalis-Konsortium gehören bekannte Banken wie ING, UniCredit und BBVA. Sie arbeiten gemeinsam an einem Euro-Stablecoin, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 erscheinen soll. Nun gehen die Beteiligten den nächsten wichtigen Schritt, um diese digitale Währung Realität werden zu lassen:

Laut Berichten der spanischen Wirtschaftszeitung Cinco Días führt Qivalis Gespräche mit Krypto-Börsen und sogenannten Market Makern. Dabei handelt es sich um Akteure, die für ausreichenden Handel und Liquidität sorgen, damit eine Währung problemlos gekauft und verkauft werden kann.

Der Stablecoin soll eins zu eins gedeckt sein. Das bedeutet, dass für jeden digitalen Euro tatsächlich ein Euro als Reserve gehalten wird. Mindestens vierzig Prozent dieser Reserven werden auf Bankkonten hinterlegt.

Der Rest wird in kurzfristige Staatsanleihen von Ländern der Eurozone investiert. Dabei handelt es sich um vergleichsweise sichere Staatsanleihen. Auf diese Weise wollen die Banken Risiken streuen und vermeiden, von einem einzelnen Land abhängig zu sein.

Qivalis-CEO Jan Sell betont, dass das Projekt eine regulierte europäische Alternative zu Dollar-Stablecoins darstellen soll. Gemeint sind damit an den US-Dollar gekoppelte Coins, die weltweit im Kryptomarkt weit verbreitet sind.

Digitale Euro der EZB rückt näher

Während Banken an ihrem eigenen Stablecoin arbeiten, unternimmt auch die Europäische Zentralbank den nächsten Schritt in Richtung eines digitalen Euro.

Die Zentralbank plant, im Jahr 2027 eine zwölfmonatige Testphase zu starten. In dieser Phase soll untersucht werden, wie ein digitaler Euro im Alltag funktioniert – etwa bei Zahlungen im Einzelhandel oder zwischen Unternehmen.

Ein digitaler Euro unterscheidet sich von einem Stablecoin. Der digitale Euro wird direkt von der Zentralbank ausgegeben und garantiert. Ein Stablecoin hingegen wird von privaten Akteuren wie Banken emittiert, muss jedoch vollständig gedeckt sein.

Mit diesen Initiativen will Europa seine Abhängigkeit von großen ausländischen Zahlungsnetzwerken verringern. Gleichzeitig versucht die Europäische Union mit neuen Vorschriften wie der MiCA-Regulierung, die schnell wachsende Kryptobranche stärker zu kontrollieren.

Für Verbraucher ändert sich vorerst wenig. Dennoch zeigen diese Entwicklungen, dass digitales Geld im europäischen Finanzsystem zunehmend ernst genommen wird.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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