Scott Bessent, der amerikanische Finanzminister. Foto: Maxim Elramsisy/Shutterstock
Der US-Finanzminister Scott Bessent ließ heute wissen, dass die Regierung von Präsident Donald Trump demnächst Pläne präsentiert, um die Preise von Produkten wie Kaffee und Bananen zu senken. Welche Auswirkungen hat dies auf den Kryptomarkt und, noch wichtiger, deine Krypto-Wallet?
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Zölle runter für Kaffee und Obst
Während eines Interviews bei „Fox & Friends“ sagte Bessent, dass die Vereinigten Staaten wahrscheinlich die Einfuhrzölle auf Produkte senken werden, die das Land selbst nicht produziert. „Kaffee ist eines davon, ebenso wie Bananen und anderes Obst“, so der Finanzminister.
Die Preise von Kaffee und Obst sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Ein Pfund gemahlener Kaffee kostet jetzt durchschnittlich 41 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis von Bananen stieg seit dem Frühjahr um etwa 5 Prozent. Das liegt größtenteils an den hohen Einfuhrzöllen, die die Regierung zuvor auf Länder wie Brasilien und Kolumbien erhob, wichtige Lieferanten von Kaffeebohnen. Sieh dir hier das Interview mit Scott Bessent an:
Inflation und Kaufkraft im Rampenlicht
Trump will mit diesen Maßnahmen zeigen, dass er etwas gegen die steigenden Preise unternimmt, unter denen die Amerikaner leiden. Er versprach, dass Verbraucher schnell einen Unterschied bemerken werden, weil niedrigere Zölle die Preise im Supermarkt direkt senken können. Laut Minister Bessent werden sich Amerikaner „Anfang nächsten Jahres besser fühlen“ aufgrund sinkender Inflation und steigender Löhne.
Die Regierung versucht damit auch, politischen Druck zu verringern, denn hohe Preise und wirtschaftliche Unsicherheit sind wichtige Themen im Vorfeld der Wahlen im nächsten Jahr.
Was bedeutet das für den Kryptomarkt?
Die Handelspolitik von Trump sorgt schon seit einiger Zeit für Unruhe auf den Finanzmärkten. Das wirkt sich oft auf Krypto aus. In dem Moment, in dem plötzlich neue Zölle angekündigt werden, geraten Anleger in Panik und verkaufen riskante Vermögenswerte wie Aktien und Bitcoin. Anfang November führte eine neue Zollrunde noch zu einem Crash, bei dem mehr als 17,5 Milliarden Euro in Krypto liquidiert wurden.
Wenn Trump danach wieder nachgiebiger wird, erholt sich der Markt meist schnell. Diese Schwankungen ähneln sogenannten Pump-and-Dump-Bewegungen, bei denen Preise erst nach oben schießen und danach schnell fallen.
Auf längere Sicht können Zölle indirekt auch günstig für Krypto ausfallen. Wenn Preise weiter steigen und die Inflation zunimmt, suchen Menschen oft Alternativen, um ihren Geldwert zu schützen. Bitcoin wird dann als eine Art digitales Gold gesehen.
Vorerst scheinen niedrigere Zölle gute Nachrichten für Verbraucher in den Vereinigten Staaten zu sein, aber Anleger bleiben wachsam, denn eine neue Aussage von Trump kann den Bitcoin-Kurs innerhalb weniger Stunden in die andere Richtung lenken.
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