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Europa will den digitalen Euro beschleunigen als Antwort auf Trumps Kryptopläne

ECB: Trumps Stablecoin-Pläne gefährden europäische Banken

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Foto: ilolab/Shutterstock

Ein digitaler Euro ist notwendig, betont die Europäische Zentralbank (EZB). Laut einem Vorstandsmitglied der EZB ist diese sogenannte Central Bank Digital Currency (CBDC) entscheidend, um mit Donald Trumps neuen Stablecoin-Plänen konkurrieren zu können.

Diese Aussage folgt auf eine kürzliche Ankündigung von Trump, in der er versprach, amerikanische Stablecoins weltweit zu fördern, als Teil einer umfassenderen Krypto-Strategie.

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Kommt der digitale Euro?

Trump unterzeichnete letzte Woche eine präsidiale Anordnung, in der festgelegt wurde, dass die Vereinigten Staaten „die Entwicklung und das Wachstum von legitimen, an den Dollar gekoppelten Stablecoins weltweit fördern werden.“

Laut Piero Cipollone, Vorstandsmitglied der EZB, könnte dieser Ansatz Kunden weiter von traditionellen Banken abziehen. Dies erhöht für Cipollone die Dringlichkeit der Entwicklung eines digitalen Euros.

„Das Schlüsselwort in Trumps präsidialer Anordnung ist ‚weltweit‘“, erklärte Cipollone während einer Konferenz in Frankfurt. „Solche Lösungen untergraben Banken weiter, da sie Kunden und Einnahmen verlieren. Daher ist ein digitaler Euro notwendig.“

Stablecoins vs. digitaler Euro

Stablecoins wie Tether (USDT) und USD Coin (USDC) sind Kryptowährungen, die direkt an den Wert des US-Dollars gekoppelt sind. Sie bieten Stabilität durch ihre Anbindung an eine offizielle Währung und werden bei Privatpersonen und institutionellen Nutzern immer beliebter.

Der digitale Euro soll als digitales Zahlungsmittel fungieren, das von der EZB ausgegeben und über Online-Wallets verwaltet wird, die wahrscheinlich von Banken angeboten werden. Damit könnten Menschen, selbst ohne Bankkonto, Zahlungen vornehmen. Der Betrag, den Nutzer halten dürfen, wird vermutlich auf einige Tausend Euro begrenzt sein, und der digitale Euro wird keine Zinsen abwerfen.

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Kritik seitens der Banken

Europäische Banken haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen eines digitalen Euros geäußert. Sie befürchten, dass Verbraucher massenhaft Geld auf sichere Konten bei der EZB umschichten könnten, was die Bankreserven erschöpfen könnte. Dies könnte die Stabilität des Bankensystems gefährden.

Trotz dieser Bedenken bleibt die EZB entschlossen. Derzeit wird an den technischen und betrieblichen Aspekten des digitalen Euros experimentiert. Eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst getroffen, wenn europäische Gesetzgeber die erforderlichen Regelungen verabschiedet haben.

Während die USA unter Trump Stablecoins in den Vordergrund stellen möchten, verbietet seine präsidiale Anordnung der Federal Reserve ausdrücklich, selbst eine CBDC herauszugeben. Andere Länder, wie Nigeria, Jamaika und die Bahamas, haben bereits CBDCs eingeführt. Zudem testen 44 Länder, darunter China, Russland, Brasilien und Australien, derzeit ihre eigenen digitalen Währungen.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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