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Deutsche Ermittler knacken Tor: Was bedeutet das für Anonymität?

Web3 und Tor: Ist wahre Anonymität im Internet möglich?

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Deutsche Ermittler knacken Tor: Was bedeutet das für Anonymität?

Foto: Ralf Liebhold/ Shutterstock

In den Nachrichten schreiben wir oft über Sicherheitslücken und Unvollständigkeiten in der Krypto-Welt, doch auch etablierte Systeme wie das heutige Web2 sind nicht ohne Probleme. Die jüngsten Enthüllungen zeigen, dass selbst bewährte Anonymitätstechnologien wie Tor nicht unantastbar sind.

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Sicherheitslücken im Tor-Netzwerk

Deutsche Strafverfolgungsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt, konnten durch technische Überwachungsmethoden mindestens einen Nutzer identifizieren, der im Zusammenhang mit dem Handel von Missbrauchsmaterial im Darknet stand. Die Enttarnung des Nutzers erfolgte durch eine Kombination aus Überwachung von Tor-Knoten und einer Timing-Analyse, die es den Ermittlern ermöglichte, die Identität des Nutzers über seinen Internetdienstanbieter zu erfahren.

Diese Operation, die zwischen 2019 und 2021 stattfand und mit einer langen Haftstrafe des Verdächtigen im Jahr 2022 endete, hat Fragen über die Sicherheit und Zukunft der Anonymität im Internet aufgeworfen.

Tor-Anonymität unter Druck

Matthias Marx vom Chaos Computer Club, einer Vereinigung europäischer Hacker, sieht „keine Hinweise darauf, dass für reine Nutzer des Tor-Browsers ein Risiko der Deanonymisierung besteht.“

Marx hatte Zugang zu vertraulichen Dokumenten, die zeigten, wie die Polizei den Täter über das Tor-Netzwerk deanonymisieren konnte. Seinen Erkenntnissen zufolge betreffen die bisherigen erfolgreichen Versuche zur Identifizierung von Nutzern hauptsächlich sogenannte Onion-Dienste und Messenger, die diese Technologie verwenden.

„Es erfordert viel Aufwand und scheint nur in wenigen Fällen erfolgreich zu sein“, erklärte Marx gegenüber der Deutschen Welle (DW).

Matthias Marx ist der Ansicht, dass staatliche Überwachungsbehörden kaum in der Lage sind, jemanden zu identifizieren, der den Tor-Browser nur zum Surfen im Internet nutzt. Dennoch fordert er das Tor-Projekt auf, den Schutz der Anonymität weiter zu verbessern.

Der Tor Project, die Organisation hinter dem Anonymitätsnetzwerk, räumte ein, dass sie nicht alle technischen Details des Angriffs erhalten habe. Sie betonte jedoch, dass Nutzer weiterhin auf das Netzwerk vertrauen könnten, da seit der damals durchgeführten Operation neue Schutzmechanismen hinzugefügt wurden. Ein Beispiel hierfür ist das „Vanguards-lite“-Feature, das in neueren Tor-Versionen eingeführt wurde, um Timing-Angriffe zu verhindern.

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Bedeutung der Anonymität und Web 3

Abschließend zeigt der Fall des Tor-Netzwerks, dass selbst gut etablierte Technologien für Anonymität nicht unverwundbar sind. Und wenn es Regierungen gelingt, solche Systeme zu durchdringen, dann werden es sicherlich auch Kriminelle schaffen. Ähnlich wie bei Tor steht auch Web3 und die Kryptowährungen vor der Herausforderung, Anonymität und Sicherheit in einer zunehmend überwachten digitalen Welt zu gewährleisten.

Während Web3 auf Dezentralisierung und die Kontrolle durch den Nutzer setzt, bleibt das Problem, dass es immer Menschen geben wird, die Schwachstellen ausnutzen. Tor und Web3 verfolgen ähnliche Ziele – die Macht über Daten zurück in die Hände der Nutzer zu legen – doch weder das eine noch das andere kann eine absolut sichere Anonymität garantieren. Die Frage bleibt: Kann das Internet jemals wirklich anonym sein?

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Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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