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Bitcoin.de im Visier: LBF NRW ermittelt gegen 4.000 Kryptoanleger

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Regierung und …
Bitcoin.de im Visier: LBF NRW ermittelt gegen 4.000 Kryptoanleger

Foto: Tupungato/Shutterstock

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF) in Nordrhein-Westfalen hat erneut ein Sammelauskunftsersuchen an den deutsche Krypto-Marktplatz Bitcoin.de gerichtet. Im Fokus stehen rund 4.000 Krypto-Anleger und deren Transaktionen aus den Jahren 2019 bis 2022.

Der Fall zeigt: Steuerbehörden professionalisieren ihre Ermittlungen im Krypto-Bereich – mit On-Chain-Analysen, Datenaustausch und bald verschärften Meldepflichten. Wie sich betroffene verhalten sollten und ob sich jetzt auch Anleger bei anderen Börsen Sorgen machen müssen erfährst du in diesem Artikel.

Bitcoin.de, LBF & Finanzamt – was jetzt passiert

Das aktuelle Auskunftsersuchen ist nicht das erste seiner Art, aber deutlich präziser: Laut dem Steuerexperten Werner Hoffmann (Pekuna) hat das LBF NRW ein umfangreiches Datenset zu Krypto-Transaktionen bei Bitcoin.de angefordert. Die Plattform gilt wegen ihrer deutschen Regulierung und BaFin-Aufsicht als besonders zugänglich für deutsche Ermittler.

Wie im Experten-Talk mit Werner Hoffmann und Eric Heinemann erläutert, werden die gesammelten Daten nicht nur landesintern ausgewertet, sondern bundesweit an spezialisierte Einheiten weitergegeben – etwa in Berlin oder Nürnberg.

Die LBF-Leiterin Stefanie Tin erklärt in der Pressemitteilung des LBF NRW: „Der Handel mit Kryptowährungen ist keine Randerscheinung mehr und der Markt wächst weiter.“

Rechtliche Basis & Methodik der Ermittler

Rechtlich basiert das Verfahren auf einem Massendatenauskunftsansatz, der ursprünglich für Plattformen wie eBay oder Airbnb gedacht war. Anders als bei früheren Bitcoin.de-Anfragen, bei denen es um aggregierte Daten ging, stehen nun konkrete Auszahlungsadressen und Transaktionsdetails im Mittelpunkt.

Ermittlungsbehörden nutzen dabei spezialisierte Dienstleister wie Chainalysis, um on-chain Bewegungen nachzuvollziehen. Fälle mit hohem Transaktionsvolumen oder komplexen Transfers werden priorisiert.

Was die Behörden prüfen – und was das für Betroffene heißt

Im ersten Schritt prüfen Finanzämter, ob die nun erhaltenen Börsendaten mit vorliegenden Steuererklärungen übereinstimmen. Abweichungen können zu zwei Arten von Schreiben führen: einer Aufforderung zur umfassenden Offenlegung (Variante A) oder der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens (Variante B).

Wichtig: Fristen müssen eingehalten werden, Rückmeldungen sollten umgehend erfolgen. Eine Selbstanzeige ist rechtlich nur einmal möglich und muss vollständig und korrekt sein. Ab einem Hinterziehungsvolumen von fünfzigtausend Euro droht eine strafrechtliche Verfolgung.

Praxis: So reagieren Kryptoanleger richtig

Anleger sollten ihre Transaktionen mit Bitcoin (BTC) und co. lückenlos dokumentieren – von Wallet-Adressen über Handelsverläufe bis zu Kontoauszügen. Tools wie CoinTracking helfen bei der strukturierten Aufbereitung. Wichtig ist eine nachvollziehbare Darstellung der gesamten Transaktionskette – auch bei Krypto-zu-Krypto-Trades.

Wer unsicher ist, sollte frühzeitig steuerliche und gegebenenfalls strafrechtliche Beratung einholen. Eine Selbstanzeige sollte nie ohne professionelle Begleitung erfolgen. Unvollständige oder geschönte Angaben gefährden die Straffreiheit.

Regulierung am Horizont – DAC8 & CARF ab 2026

Mit DAC8 (EU) und CARF (OECD) kommen ab 2026 neue Meldepflichten für Krypto-Dienstleister. Diese verpflichten zu einem transaktionsbasierten Reporting inklusive KYC-Datenabgleich – sowohl in der EU als auch international. Damit wird der Spielraum für Ausweichstrategien kleiner.

Wer bereits jetzt vollständig dokumentiert, spart sich spätere Korrekturen und minimiert Risiken. Denn die Behörden werden künftig automatisiert prüfen – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Die zweite Bitcoin.de-Abfrage markiert einen Wendepunkt: Steuerbehörden setzen zunehmend auf datengetriebene und grenzüberschreitende Krypto-Ermittlungen. Mit den kommenden Regulierungen wie DAC8 und CARF wird diese Entwicklung beschleunigt.

Anleger sind gut beraten, ihre Krypto-Aktivitäten jetzt sauber zu dokumentieren, steuerlich aufzuarbeiten und künftige Meldepflichten im Blick zu behalten. Folge unseren Nachrichten um über alle Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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