Gino Presti Gino Presti
4 min. Lesedauer

Bahnbrechende Krypto-Gesetzgebung wackelt durch Coinbase

icon-regulering
Regierung und …

Foto: Aishwarya Y/Shutterstock

In Washington wurde die Debatte über den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) plötzlich auf Pause gesetzt. Das US Senate Banking Committee unter der Leitung von Senator Tim Scott sagte in letzter Minute eine wichtige Abstimmung ab. Unter anderem dank der Kryptobörse Coinbase hängt die bahnbrechende Krypto-Gesetzgebung nun an einem seidenen Faden. Was ist los?

Geopolitik könnte Bitcoin auf 100.000 $ katapultieren
Geopolitik könnte Bitcoin auf 100.000 $ katapultieren

Sorgen von OKX

Der >CLARITY Act soll das amerikanische Regel-Chaos rund um Krypto lösen. Die Gesetzgebung zieht Grenzen: Welche Token fallen unter die Wertpapiergesetzgebung, wer erhält die Aufsicht und was passiert mit DeFi? Diese Klarheit ist genau das, worauf große Parteien warten. Die Ausgestaltung der Gesetzgebung kann dem Markt einen Wachstumsschub geben, aber genauso gut Innovation im Keim ersticken. Im Kryptosektor machen sich einige Parteien darüber große Sorgen.

Einer der besorgten Prominenten ist Haider Rafique, Global Managing Partner und CMO bei OKX. Er nennt den GENIUS Act einen Schritt nach vorn, mit Anforderungen für echte Reserven, Anti-Geldwäsche-Regeln und Kundenschutz. Der CLARITY Act droht jedoch die Sache wieder zurückzudrehen, wenn Stablecoin-Renditen verboten oder ausgehöhlt werden, stellt er fest. Rafique:

Der GENIUS Act war ein enormer Gewinn. Echte Reserven, solide Anti-Geldwäsche-Regeln und besserer Schutz für Nutzer. Diese Debatte sollte meiner Meinung nach abgeschlossen sein.

Der CMO von OKX ist besorgt über den CLARITY Act:

Wenn du einfache Renditen auf das Halten von Stablecoins ausschließt, dann machen wir einen großen Schritt rückwärts. Stablecoin-Renditen bilden gerade die Brücke zur Dollar-Dominanz innerhalb von Krypto. Nimmst du passive Einkommen weg, dann siehst du das Geld einfach ins Ausland abwandern.

Coinbase tritt auf die Bremse: „schlechter als nichts“

Der Gesetzentwurf kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt, weil er endlich Klarheit darüber schaffen soll, wer die Aufsicht über den Kryptomarkt hat. Dieser Kampf findet zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der The Commodity Futures Trading Commission (CFTC) statt. Klarheit darüber, wer die Zügel in der Hand hat, öffnet möglicherweise die Tür zu einer breiteren institutionellen Adoption von Krypto. Gleichzeitig geht es die Sorgen von Banken über Stablecoins an.

Vorerst ist von Klarheit noch keine Rede, denn Coinbase tritt auf die Bremse. Die Behandlung der Gesetzgebung verzögerte sich, nachdem Coinbase-CEO Brian Armstrong öffentlich gegen den aktuellen Text ausholte. Sein Urteil war ungewöhnlich scharf: Diese Version ist seiner Meinung nach „schlechter als nichts“.

Der Anlass sind einige Bestimmungen in der Gesetzgebung, die Stablecoin-Belohnungen und Renditen möglicherweise einschränken. Laut Coinbase erstickt das Innovation und treibt Nutzer in Richtung ausländischer, weniger regulierter Parteien. Übrigens steht die Kryptobörse nicht allein, denn auch Cardano-Gründer Charles Hoskinson zweifelt an der Machbarkeit der Gesetzgebung.

Gleichzeitig lobbyieren traditionelle Banken gerade für strengere Regeln, weil sie befürchten, dass Spargeld von Bankkonten zu Stablecoin-Produkten abfließt.

Krypto-Rückblick: Bitcoin sucht Richtung, PEPE explodiert
Krypto-Rückblick: Bitcoin sucht Richtung, PEPE explodiert

Kryptomarkt reagiert auf Aufschub

Die Auswirkung war direkt auf dem Markt sichtbar: Bitcoin (BTC) sackte unter die 96.000 Dollar nach dem Aufschub, während Krypto-Aktien wie Coinbase, Circle und Strategy ebenfalls drei bis fünf Prozent fielen.

Der Rückgang ist besonders auffällig, weil die breiteren amerikanischen Aktienmärkte zuvor noch stiegen. Der Rückgang kam nach einer starken Woche, in der über 1,7 Milliarden Dollar in amerikanische Bitcoin-ETFs einflossen.

Was nun?

Die Besprechung stand um den 15. Januar auf der Agenda, aber durch den aktuellen Gegenwind wurde der Prozess verschoben. Senator Tim Scott, Vorsitzender des Banking Committee, sagt, dass die Verhandlungen weitergehen. Der Text muss nur noch erheblich angepasst werden, um sowohl den Kryptosektor als auch die traditionelle Finanzwelt mitzunehmen.

Der Markt schaut unterdessen vor allem auf zwei Dossiers:

1. Stablecoins (und vor allem: Renditen)
2. DeFi (wie weit reicht die Regulierung, wer fällt darunter?)

Das Ironische ist, dass diese Gesetzgebung Krypto in den Vereinigten Staaten sicherer und attraktiver machen soll. Aber wenn die Regeln zu streng werden, vor allem rund um Stablecoin-Yields, dann entsteht vielleicht der gegenteilige Effekt. Wie Rafique von OKX angibt: Nimmst du passives Einkommen weg, dann läuft das Geld weg, anstatt dass es böse in einer Ecke schmollt.

Die Gesetzgebung, die Klarheit bringen soll, hängt nun an einem seidenen Faden. Und solange Washington keinen Kompromiss findet, bleibt die Zukunft der amerikanischen Krypto-Regulierung ungewiss.

Tipp: 10 € gratis Krypto bei Bitvavo

Ob XRP, Solana oder PEPE – Altcoins kommen wieder in Bewegung. Die stark wachsende europäische Kryptobörse Bitvavo ermöglicht dir einen einfachen Einstieg: Neue Nutzer erhalten 10 € Gratis-Krypto und handeln gebührenfrei bis 10.000 €.

Registriere dich noch heute und erhalte sofort 10 € Krypto deiner Wahl. Die Anmeldung ist kostenlos und in einer Minute erledigt.

Click here
Diesen Artikel teilen
  • Share on Twitter
  • Share on Telegram
  • Share on Facebook
Autor:
Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

Gerade eingetroffen
Trending
XRP Open Interest fällt auf Tiefpunkt: Die Folgen
Krypto-Experte knallhart: „Niemand nimmt XRP ernst“
  • 12/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer
Älteste US-Bank nutzt Ripple – ohne XRP
Älteste US-Bank nutzt Ripple – ohne XRP
  • 12/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Kapital kehrt nach Kurseinbruch zu Bitcoin & Ethereum zurück
Warum BlackRock jetzt massiv Bitcoin und Ethereum kauft
  • 10/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer
XRP 2026: Kursrally, Innovationen und regulatorische Klarheit
XRP 2026: Kursrally, Innovationen und regulatorische Klarheit
  • 09/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer
Spannende Zeiten für Cardano – Krypto-Coin steht vor Ausbruch
Spannende Zeiten für Cardano – Krypto-Coin steht vor Ausbruch
  • 11/01/2026
  • 3 Min. Lesedauer

Trending Regierung und Regulierung

Donald Trump ne devrait pas accorder de grâce au patron crypto condamné
Trump begnadigt verurteilten Krypto-Boss wahrscheinlich nicht
  • 10/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Krypto auf USB-Stick führt zu bewaffnetem Überfall auf Frau
Krypto auf USB-Stick führt zu bewaffnetem Überfall auf Frau
  • 10/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Colombia reforma el impuesto cripto: este es el plan
Kolumbien krempelt Krypto-Steuer um: Das ist der Plan
  • 10/01/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Wissensbasis

Wissensbasis

Wissensbasis