Foto: Drop of Light/Shutterstock
Die aktuelle Lage auf den Krypto- und Finanzmärkten ist geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und regulatorischen Unsicherheiten.
Im Interview mit dem Analysten Oliver Michel wird deutlich, wie stark diese Faktoren derzeit auf den Bitcoin (BTC)-Kurs und den gesamten Kryptomarkt einwirken.
Die Entwicklungen rund um Zölle, Inflation, Zinspolitik und Gesetzgebung wie den Clarity Act zeigen, wie politisch und wirtschaftlich aufgeladen die Situation ist.
Politische Börsen: Zolldrohungen bremsen Bitcoin
„Politische Börsen haben den Bitcoin quasi wieder zurückgetrieben in die Range“, erklärt Oliver Michel im Gespräch.
Gemeint ist die volatile Seitwärtsbewegung des Bitcoin-Kurses, die vor allem durch geopolitische Risiken wie die Zollankündigungen von Donald Trump ausgelöst wurde.
Die Diskussion um Grönland, verbunden mit neuen Zollforderungen der USA gegenüber Europa, zeigt exemplarisch, wie politische Unsicherheit kurzfristig als Bremsklotz auftritt – auch für Kryptoassets.
Trotz eines kurzfristigen Ausbruchs über die Widerstandszone sei der Bitcoin rasch wieder in seine Range zurückgefallen, so Michel:
„Ohne diese politischen Aspekte, glaube ich, wäre er weiter nach oben gelaufen.“
Das Beispiel zeigt, wie politische Entscheidungen über Nacht starke Marktreaktionen hervorrufen können – und das nicht nur bei Aktien, sondern zunehmend auch bei digitalen Vermögenswerten.
Inflation und Zinspolitik: Keine Entwarnung für Anleger
Die geldpolitische Situation bleibt ebenfalls angespannt. Zwar deuten aktuelle Daten wie der Trueflation-Wert mit 1,55 % auf eine rückläufige Inflation hin, doch laut Michel ist das kein Grund zur Euphorie.
Eine sinkende Inflation könne auch Ausdruck einer schwächelnden Wirtschaft sein – mit all ihren negativen Folgeeffekten wie sinkender Nachfrage und geringerem Konsumverhalten.
Entsprechend bleibt auch die Fed zögerlich in ihrer Zinspolitik. Obwohl die Märkte auf Zinssenkungen hoffen, sieht Michel keinen unmittelbaren Spielraum für geldpolitische Lockerungen.
Die niedrige Inflation sei eher ein nachlaufender Indikator wirtschaftlicher Schwäche – ein Signal, das langfristig auch Krypto-Investoren vorsichtig stimmen sollte.
Clarity Act: Politisches Minenfeld für die Kryptobranche
Ein zentrales Thema ist die regulatorische Unsicherheit rund um den Clarity Act. Dieses Gesetzesvorhaben zur Krypto-Regulierung wurde vom Repräsentantenhaus verabschiedet, hängt aber im Senat fest.
Streitpunkte wie die Verzinsung von Stablecoins – besonders von Anbietern wie Coinbase – zeigen, wie mächtig die Bankenlobby agiert, um neue Konkurrenz in Schach zu halten.
Michel sieht hier großes Risiko:
„Wenn er den Clarity Act nicht durchbekommt, dann verliert auch die Kryptocommunity.“
Die Unsicherheit bremst sowohl institutionelle als auch private Investoren, da fehlende regulatorische Klarheit weiterhin ein Investitionshemmnis bleibt.
Viele Wenns, wenig Gewissheit
Die Märkte befinden sich in einer heiklen Übergangsphase: Geopolitische Risiken, wirtschaftliche Unsicherheiten und politische Entscheidungen über Zölle, Inflation und Regulierungen prallen gleichzeitig aufeinander.
Zwar besteht langfristiges Potenzial, doch kurzfristig bleibt der Kryptomarkt anfällig.
Ob es gelingt, neue Allzeithochs zu erreichen oder ein weiterer „Krypto-Winter“ droht, hängt maßgeblich von politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen in den nächsten Wochen ab. Für Anleger heißt das: Wachsam bleiben – und auf Sicht fahren.
Beliebt: Krypto-Bots handeln automatisch für dich
Dein Krypto-Portfolio wachsen lassen, ganz ohne aktives Trading? Immer mehr Nutzer setzen auf automatisierte Krypto-Bots. Mit den kostenlosen Bots von OKX kannst du automatisiert am Kryptomarkt handeln. Einige Strategien erzielten in den letzten Wochen Renditen von über 190 % mit Ethereum oder XRP.
Natürlich garantieren Bots keine Gewinne, sie können aber eine sinnvolle Ergänzung deiner Trading-Strategie sein.
Extra: Melde dich noch heute für ein kostenloses OKX-Konto an und erhalte 20 € gratis Bitcoin.