Gino Presti Gino Presti
11/05/2024 18:45 4 min. Lesedauer
Aktualisiert am 11/05/2024 18:51.

Student stirbt nach Fehler in Anlage-App – Familie erstattet Anzeige

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Foto: Shutterstock/CHRISTOPHER E ZIMMER

Eine tragische Nachricht aus den USA: Ein Student hat sich das Leben genommen, nachdem er über die Investitionsplattform Robinhood hohe Schulden angehäuft hatte, die nach Angaben seiner Familie auch auf irreführende Informationen in der App zurückzuführen waren.

Die Familie des Studenten beschloss zu handeln und verklagte Robinhood.

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Krypto-Investor begeht Selbstmord nach Schulden bei Robinhood

Der junge Student Alex Kearns geriet in einen finanziellen Alptraum, nachdem er begonnen hatte, über die beliebte Investitionsanwendung Robinhood mit Kryptowährungen und Aktien zu handeln.

Was als harmloses Interesse an Investitionen begann, entwickelte sich schnell zu einer Sucht. Der Student lieh sich große Geldbeträge, um in der Hoffnung auf schnelle Gewinne zu investieren.

Der 20-jährige Student kam aus Illinois. Er nahm sich das Leben, nachdem er auf dem Display seines Mobiltelefons ein Minus von 730.000 Dollar (604.000 Euro) gesehen hatte. Dies geht aus einem Brief hervor, den er seinen Eltern hinterließ.

Die Situation verschlimmerte sich, als die Investitionen des Studenten einen Abwärtstrend zeigten. Kearns verlor große Summen, was zu Schulden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro führte. Diese Schulden bedrohten nicht nur seine finanzielle Zukunft, sondern auch sein psychisches Wohlbefinden.

Seine Familie beschloss, nicht untätig zu bleiben, und leitete rechtliche Schritte gegen Robinhood ein. Die Familie behauptet, das Unternehmen habe fahrlässig gehandelt, indem es keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen habe, um gefährdete Nutzer vor übermäßigen Risiken und Schulden zu schützen.

Familie erstattet Anzeige, möglicher Fehler in der App

Die Eltern machen die Handelsplattform voll und ganz für den Tod ihres Sohnes verantwortlich. Totschlag, Zufügung seelischen Leids und unlautere Geschäftspraktiken kommen ihrer Meinung nach in diesem traurigen Fall in Betracht.

Als Alex sich an den Kundendienst von Robinhood wandte, erhielt er nur eine automatische Antwort. Innerhalb weniger Tage sollte Alex 170.000 Dollar zurückzahlen. Für Alex war diese Nachricht zu viel: Danach sah er keinen Ausweg mehr.

Vater Dan ist wütend über den Fall. Robinhood hätte viel früher eingreifen müssen, schlussfolgert er.

„Er dachte, er hätte sein Leben ruiniert. Er dachte, er könne nichts mehr dagegen tun. Ich verstehe nicht, wie sie das überhaupt zulassen konnten.“

Dass Alex tief in den Schulden steckte, scheint der Auslöser für seine Entscheidung gewesen zu sein.

Doch laut den Eltern entsprach der Minusbetrag in der App nicht den tatsächlichen Verlusten des Studenten.

Es scheint, dass der Verlust nicht so hoch war, wie Alex dachte. Die Anwälte der Familie Kearns behaupten, dass es einen Konstruktionsfehler in den Aktien gab.

Hätte er andere Positionen geschlossen, hätte er sogar große Gewinne erzielen können. Das scheint eine E-Mail zu bestätigen, die einen Tag nach dem Tod von Alex verschickt wurde.

„Tolle Nachrichten! Wir melden uns, um zu bestätigen, dass Sie Ihren Verpflichtungen nachgekommen sind und wir Ihre Handelsbeschränkungen aufgehoben haben“, steht unter anderem in der Mail.

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Robinhood erhält Rekordstrafe von Aufsichtsbehörde

Robinhood wurde letzten Endes von der Familie von Alex vor Gericht gebracht. Monate später wurde eine Einigung erzielt und der Fall endgültig eingestellt. Allerdings musste Robinhood eine Summe von stolzen $70 Millionen für ’systematische Mängel in der Aufsicht‘ und das Geben von ‚falschen oder irreführenden Informationen‘ zahlen. Diese Strafe wurde von der Financial Industrial Regulatory Authority (FINRA) verhängt.

Die Strafe muss an betroffene Kunden aus der Vergangenheit gezahlt werden. Die amerikanische Börsenaufsicht hat noch nie eine solch hohe Strafe verhängt. Seit Ende 2017 ist Robinhood laut FINRA bereits wegen Nachlässigkeit im Kundenservice schuldig. Die Anlage-App verließ sich zu sehr auf inkonsistente Algorithmen, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

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Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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